Rosenheim – Der DGB Kreis- und Stadtverband Rosenheim sieht trotz des beschlossenen Rentenpaketes der Bundesregierung weiteren Korrekturbedarf zur Stärkung der gesetzlichen Rente. Das beweisen ihm die neuesten Zahlen der Deutschen Rentenversicherung. „Männer, die 2017 im Landkreis Rosenheim erstmals eine gesetzliche Altersrente bezogen haben, erhielten im Schnitt 1056 Euro pro Monat“, erklärt die DGBRegionsvorsitzende Ingrid Meindl-Winkler „Frauen mussten mit durchschnittlich 675 Euro auskommen.“ Im Vergleich zum Regierungsbezirk Oberbayern beziehen die Menschen im Landkreis Rosenheim durchschnittlich etwas niedrigere Renten. Während die Abweichung bei männlichen Neurentnern mit zehn Euro noch vergleichsweise gering ist, beziehen Frauen, die 2017 in Oberbayern in Rente gingen, mit durchschnittlich 736 Euro eine deutlich höhere Altersrente als die Frauen im Landkreis Rosenheim (minus 61 Euro im Durchschnitt). Ein anders Bild zeigt sich im Gebiet der Stadt Rosenheim. Hier liegen die weiblichen Neurentnerinnen 2017 mit 778 Euro sogar über dem oberbayerischen Durchschnitt, während die Männer mit 932 Euro um 134 Euro erheblich unter dem Durchschnitt lagen. Damit sind sie nur an vorletzter Stelle im Ranking aller oberbayerischen Landkreise und kreisfreien Städte vertreten.
„Gerade die Menschen, die im Berufsleben wenig verdienen und somit auch später nur sehr niedrige gesetzliche Renten bekommen, können es sich oft schlichtweg nicht leisten, privat vorzusorgen. Niedrige Löhne und private Vorsorge schließen sich faktisch aus. Daher muss die gesetzliche Rente weiter gestärkt und das Rentenniveau perspektivisch wieder angehoben werden“, fordert Ingrid Meindl-Winkler in einer Pressemitteilung.