Rosenheim – Information und Werbung zum bevorstehenden bayernweiten Volksbegehren für mehr Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ – zu diesem Zweck hat sich in Rosenheim Aktionsbündnis für Artenvielfalt – „Rettet die Bienen“ gegründet. Circa 50 Personen von ÖDP, B90/DieGrünen, SPD, Linke, Piratenpartei, MUT, Tierschutzpartei, Bund Naturschutz, LBV und Imkerverband sind zur Gründungsversammlung gekommen. Als Pressesprecher wurde Ludwig Maier aus Soyen gewählt, als Koordinator und Bündnisleiter Josef Fortner aus Rohrdorf. Weitere Unterstützer sind ausdrücklich erwünscht.
Das Volksbegehren liegt vom 31. Januar bis zum 13. Februar in den Rathäusern zum Unterzeichnen aus. In dieser Zeit müssen sich mindestens zehn Prozent der bayerischen Wahlberechtigten in ihren Rathäusern in die Liste eintragen, damit das Volksbegehren wirksam wird. Das entspricht etwa einer Million Stimmberechtigter. Ziel des Bündnisses ist, am Erfolg dieses wichtigen Volksbegehrens für Um- und Mitwelt mitzuwirken. „Damit können wir in Bayern zum wirksamsten Naturschutzgesetz Deutschlands beitragen“, betont Maier.
Geplant ist ein Biotopnetzverbund geschützter Gebiete. Die Pestizidausbringung soll eingedämmt werden, um Bienen, Schmetterlingen, Vögeln und dem gesamten Artenreichtum bessere Überlebenschancen zu sichern. Uferrandstreifen sollen verpflichtend geschützt werden und in der Landwirte-Ausbildung sollen die Ursachen des Artenschwunds zum Lehrinhalt werden. Auch für den Ausbau der Bio-Landwirtschaft soll es gesetzlich festgelegte Ziele geben.
Die Initiatoren betonen, dass es sich keinesfalls um eine Initiative gegen die Landwirtschaft handelt. Die bäuerlich arbeitenden Familienbetriebe seien vielmehr die Leidtragenden einer verfehlten Agrarpolitik, die sie in ein System des „Wachsens oder Weichens“ dränge und das zu einem gigantischen Höfesterben geführt habe.
Die Bündnissprecher sind per E-Mail erreichbar unter info@oedp-rosenheim.de. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.volksbegehren-arten- vielfalt.de.re