Kiefersfelden – Das neue Jahr war gerade einmal fünf Minuten alt, da haben Bundespolizisten in der Kontrollstelle auf der Inntal-Autobahn die erste vorläufige Festnahme ausgesprochen. Laut Polizei wurde ein Italiener mit rund 120 Gramm Marihuana erwischt und angezeigt. Für einen weiteren Italiener hat der Neujahrstag auf der Inntal-Autobahn ebenfalls nicht ideal begonnen. Wie sich bei der Kontrolle des Businsassen herausstellte, lag gegen ihn ein Untersuchungshaftbefehl vor. Er wird beschuldigt im Jahr 2017 einen Einbruchsdiebstahl begangen zu haben. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Zwischen Weihnachten und Silvester haben Bundespolizisten bei stationären und mobilen Grenzkontrollen unter anderem fünf Haftbefehle vollstreckt, drei Personen mit gefälschten Papieren gestoppt sowie über 60 illegale Einreisen verhindert. Es handelte sich insbesondere um Nigerianer, Ghanaer, Eritreer, Afghanen, Iraner, Serben und Albaner. Knapp 50 von ihnen mussten das Land bereits wieder verlassen.
In drei Fällen zeigten die Beamten Albaner beziehungsweise Afghanen wegen des Verdachts des Einschleusens von Landsleuten an. Bei einem der mutmaßlichen Schleuser schlug gleichzeitig der Polizeicomputer Alarm. Der 32-Jährige wurde von der Staatsanwaltschaft Traunstein mit einem Haftbefehl gesucht. Wegen eines zurückliegenden Schleusungsfalls war er zu einer Geldstrafe von rund 2500 Euro verurteilt worden, hatte seine Justizschulden aber nicht beglichen. Er muss nun ersatzweise für rund 100 Tage ins Gefängnis, ehe er sich wohl erneut wegen Schleusens verantworten muss.