Samerberg – 45 Jahre nach der ersten Seilbahnfahrt auf die Hochries im November 1973 steht nun eine Großinvestition bevor, die den technischen Fortbestand der Bergbahn auf den Rosenheimer Hausberg langfristig sichern soll. Höchste Zeit: Der „Oldtimer“ ist in die Jahre gekommen und die veraltete Technik verursacht zunehmend Störungen. Zuletzt stand die Kabinenbahn seit Ende September 2018 still.
Auf dem Tisch liegt nun ein umfangreiches Sanierungs- und Modernisierungskonzept, das in den kommenden Jahren umgesetzt werden soll. Der erste Bauabschnitt kann aus den angesparten Rücklagen finanziert werden.
Im Vordergrund dieses ersten Sanierungsabschnitts, der während der derzeitigen Winterpause erfolgen soll, steht der komplette Austausch des Hauptantriebs und der Steuerungsanlage sowie der Notantriebseinheit für die Kabinenbahn. Die Kosten werden mit rund 900000 Euro veranschlagt.
Darüber hinaus sollen auch die beiden Kabinen erneuert, die Laufwerke und die Tragseilbremse saniert sowie das ältere Tragseil und die Scheibenlagerungen ausgetauscht werden. Auch die technische Instandsetzung der Betriebsgebäude sehen die weiteren Modernisierungspläne für die Hochriesbahn vor. „Hierfür wollen wir uns Fördergelder aus dem Bayerischen Seilbahnförderprogramm sichern“, sagt Samerbergs Bürgermeister Georg Huber.
Die bisherigen Gespräche mit der Regierung von Oberbayern seien positiv verlaufen, heißt es seitens der Gemeinde, die die Hochriesbahn seit zehn Jahren gemeinsam mit der Sektion Rosenheim im DAV als gemeinsame Gesellschafter betreibt. Angesichts der angekündigten Sanierung und der staatlichen Zuschüsse blicken die Verantwortlichen zuversichtlich in die Zukunft.
Aufgrund der umfangreichen Umbauarbeiten wird der Saisonstart der Kabinenbahn wohl erst im Mai 2019 möglich sein. Der Sessellift hingegen kann planmäßig bereits Ende März in das Frühjahr starten.
Wegen technischer Störungen ist die Ver- und Entsorgung der Hochries-Gipfelhütte bereits seit 30. September 2018 nur sehr eingeschränkt möglich. Deshalb haben sich die Alpenvereinssektion Rosenheim und die Hüttenpächter einvernehmlich darauf geeinigt, dass das DAV-Haus in dieser Ausnahmesituation vom 7. Januar bis 10. März geschlossen bleibt. „Für Besucher wird aber der Vorraum zum Umziehen, Rasten und Verzehr von eigenen Brotzeiten und Getränken vormittags bis nachmittags geöffnet sein“, sagt DAV-Sektionschef Franz Knarr. „Wir bitten die Bergwanderer um Verständnis und eindringlich darum, keinen Abfall zu hinterlassen.“ re