Arbeitsagentur spricht von „Rekordjahr“

von Redaktion

Zum Ende des vergangenen Jahres lag die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Rosenheim bei 2,3 Prozent. „Ausgesprochen niedrig“, wie stellvertretender Agenturleiter Michael Vontra im aktuellen Arbeitsmarktbericht bemerkt.

Rosenheim – Der Blick auf die Zahlen der vergangenen zwölf Monate fällt erfreulich aus. Vontra spricht von einem „Rekordjahr“ und einem heimischen Arbeitsmarkt, der trotz diverser Unsicherheiten auf deutschen und internationalen Märkten „sehr aufnahmefähig und dynamisch“ gewesen sei. Das beweise nicht zuletzt die Dezember-Quote, die mit 2,3 Prozent exakt dem November-Wert entspricht. Im Vergleich zum Dezember 2017 sank die Beschäftigungslosigkeit im Agenturbezirk, zu dem neben der Stadt und dem Landkreis Rosenheim auch die Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfrathausen gehören, um 0,3 Prozentpunkte.

Auf niedrigem Niveau bewegten sich auch die Werte für die Stadt und den Landkreis Rosenheim. In der Stadt verharrte die Arbeitslosigkeit ebenfalls auf dem November-Wert von 3,9 Prozent. Im Dezember 2017 lag die Quote noch bei 4,2 Prozent. Im Landkreis stieg die Zahl der Arbeitslosen dagegen im Vergleich zum November 2018 leicht an – von 2,1 auf 2,2 Prozent. Im Dezember 2017 lag der Wert bei 2,3 Prozent.

Um das gute Beschäftigungsniveau in der Region zu erhalten, sieht sich die Agentur im neuen Jahr trotz Vollbeschäftigung vor „großen Herausforderungen“. Insbesondere auf dem Ausbildungsmarkt mache sich die demografische Entwicklung bereits bemerkbar, weiß Vontra. „Immer weniger Schulabgänger beginnen eine betriebliche Ausbildung und fehlen demzufolge als Fachkräfte. Gleichzeitig erreichen immer mehr Menschen das Renteneintrittsalter“, heißt es in einer Pressemitteilung der Arbeitsagentur. In verschiedenen Branchen werde mittlerweile „händeringend“ qualifiziertes Personal gesucht. Da junge Menschen in der Altersgruppe der 15- bis 25-Jährigen von der guten Situation auf dem Arbeitsmarkt profitierten, sei die Anzahl der Personen aus dieser Gruppe, die eine Arbeitsstelle antreten könnten, auf einem „sehr niedrigen Niveau“ angelangt. Im Vergleich zum Dezember 2017 ergab sich ein Minus von 20,2 Prozent bei den Arbeitslosen in dieser Altersgruppe. Auch Langzeitarbeitslose profitieren von der Dynamik des Arbeitsmarktes. Ihr Anteil ging im Vergleich zum Dezember 2017 um 10,8 Prozent zurück. Ältere Arbeitslose ab 55 Jahren und Schwerbehinderte täten sich dagegen weiter schwerer, eine Arbeitsstelle zu finden und dauerhaft in Beschäftigung zu bleiben.

Was die niedrigen Dezember-Zahlen bei den Beschäftigungslosen betrifft, führt sie Vontra auf das vergleichsweise milde Wetter zum Jahresende zurück. Dadurch hätten alle Beschäftigten, deren Tätigkeit sich im Freien abspielt, weiterarbeiten können. „Viele Betriebe des Bauhaupt- und Baunebengewerbes sowie im Straßenbau hatten das ganze Jahr hindurch eine gute Auftragsklage und waren froh darüber, noch offene Aufträge abarbeiten zu können“, so Vontra.

Zum Stichtag am 11. Dezember registrierte die Agentur insgesamt 5160 offene Stellen, die von Firmen gemeldet wurden.

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