Wasserburg – Geschlossene Schulen, Glätteunfälle auf den Straßen, verspätete oder gar ausgefallene Züge. Die Schneefälle der vergangenen Tage und die angekündigten Schneefälle der nächsten Tage machen das Leben nicht leichter. Bei einem Waldspaziergang mal frische Luft in den Kopf pusten lassen, das hält Dr. Heinz Utschig, als Leiter des Forstbetriebs Wasserburg zuständig für Wälder von Ebersberg über Griesstätt, Wasserburg und Maitenbeth bis kurz vor Passau, für keine gute Idee.
Herr Dr. Utschig, wie ist angesichts des Schneefalls die Lage im Wald?
Zum Glück war der Wochenend-Schnee relativ schnell von den Kronen herunter. Es gibt aber viele Bäume, die unter der Last zur Seite gedrückt wurden, schräg stehen. Die können ganz plötzlich umfallen. Und es liegen auch noch viele Bäume quer.
Kommen Sie und Ihre Mitarbeiter mit der Arbeit noch nach?
Ja, kommen wir. Zumal wir im regen Austausch mit den Bauhöfen der Gemeinden und mit den Feuerwehren sind. Die halten uns auf dem Laufenden, wenn Bäume am Straßenrand schräg stehen oder gar umgefallen sind, dann rücken unsere Waldarbeiter aus und kümmern sich darum. Im Wald liegen noch viele Bäume quer über den Wegen. Die räumen wir aktuell nur dort weg, wo wir zu bewirtschafteten Flächen müssen. In den nächsten Wochen sollte man den Wald einfach in Ruhe lassen.
Wie gefährlich ist es derzeit im Wald?
Sehr gefährlich. Die 30 Zentimeter Schnee, die auch mitten im Wald oft liegen, bieten einen unsicheren Untergrund. Und bis zum nächsten Wochenende sind noch einmal rund 20 Zentimeter Schnee angesagt. Da wird es dann extrem gefährlich, denn der Schnee ist nass und schwer. Gerade auf den schräg stehenden Bäumen sammelt sich der Schnee. Und auch ein urplötzlicher Kronenbruch ist bei nassem Schnee recht häufig. Den gewohnten Waldspaziergang sollte man in den nächsten zwei, drei Wochen lassen. Der wäre unverantwortlich. Interview Sylvia Hampel