Wohnbebauung im Zentrum abgelehnt

von Redaktion

Bürgerentscheid in Höslwang

Höslwang – Die Entscheidung ist gefallen: Beim ersten Bürgerentscheid in der Geschichte Höslwangs haben sich die Wahlberechtigten gegen die Planungen des Gemeinderats ausgesprochen, im Dorfzentrum ein kommunales Wohnbauprojekt zu realisieren. Insgesamt waren 548 der 1027 Wahlberechtigten – die Wahlbeteiligung lag bei 53,36 Prozent – dem Aufruf zum Urnengang gefolgt. 339 stimmten bei der Frage „Ich bin dafür, dass auf den Grundstücken mit den Flurnummern 47/4 und 47/7 keine Bebauung stattfindet und sämtliche Planungen bezüglich einer Bebauung gestoppt werden“ mit „Ja“, 206 mit „Nein“. Drei Stimmen waren ungültig. Nachdem mindestens 20 Prozent der Wahlberechtigten mit „Ja“ gestimmt hatten und die Ja-Stimmen in der Mehrzahl waren, ist die Idee, im Ortskern unter anderem auf dem Areal des Spielplatzes Gebäude mit Wohneinheiten zu errichten, geplatzt. „Das ist sehr schade“, kommentierte Bürgermeister Matthias Maier das Votum. Einen „Plan B“ zur Errichtung von „kostengünstigem Wohnraum“ gäbe es nicht, da „das das einzig mögliche Grundstück in Gemeindehand ist und der Bau von Wohnungen auf Grundstücken der Kirche aufgrund der Erbpacht zu teuer ist“. Stefan Rieplhuber junior, der als einer der Initiatoren des Bürgerbegehrens die Bebauung verhindern wollte, zeigte sich hingegen erfreut: „Wir haben das erreicht, was für Höslwang gut ist: Dass an dieser Stelle nicht gebaut wird.“ mw

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