Streiks: Winterdienst trotzdem unterwegs

von Redaktion

Behörden sehen keine Probleme

Rosenheim – Heute wieder Schneefall, vielleicht winterliche Straßen und dazu ebenfalls Streik im öffentlichen Dienst, also auch bei Autobahn- und Straßenmeistereien – müssen Verkehrsteilnehmer Angst um ihre Sicherheit haben? „Keine Sorge“, sagt Peter Lankes, Leiter der Straßenmeisterei Rosenheim. Trotz des Verdi-Warnstreiks sei der Schichtbetrieb rund um die Uhr gewährleistet. Von Mitternacht bis 12 Uhr, von 12 bis 20 Uhr und ab da wieder bis Mitternacht stünden je zwei Mann für den Winterdienst bereit. Permanent könnten vier Fahrzeuge auch bei personellen Engpässen im Einsatz sein. Lediglich die Rufbereitschaft (vier Personen, Einsatz bei Unfällen) könne beeinträchtigt werden. Vor zwei Jahren, erinnert sich Lankes, habe es wegen eines Warnstreiks eine ähnliche Situation gegeben. „Und unser Notdienst hat geklappt.“ Insgesamt ist die Straßenmeisterei 24 Mann stark.

Ähnliches Bild bei der Straßenmeisterei Traunstein: Leiter Anton Schwaiger kann heute in jedem Fall auf vier Leute für den Vormittag (3 Uhr früh bis 12 Uhr) und vier Leute bei der Spätschicht (12 bis 21 Uhr) rechnen. „Es streiken ja nicht alle“, sagt er über seine insgesamt 22 Mitarbeiter.

Der Warnstreik, zu dem Verdi heute im Zusammenhang mit Tarifverhandlungen aufruft, richtet sich an Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Davon betroffen sind unter anderem die Autobahnmeisterei Rosenheim sowie die Straßenmeistereien Rosenheim, Wasserburg, Siegsdorf, Traunstein, das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim und das Staatliche Bauamt Traunstein.

Und was sagt der Deutsche Wetterdienst heute an Schnee für den Raum Rosenheim und südlich davon voraus? „Es gibt einzelne Schneeschauer, die auch etwa ein bis zwei Stunden anhalten und dann zu ein bis drei Zentimeter Neuschnee pro Quadratmeter führen können. Hervorgerufen werden die Schneefälle durch den Stauniederschlag an den Alpen“, so der Wetterdienst auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. Bleibt der Schnee liegen? „Für Rosenheim taut er wohl weg bei Temperaturen um die 3 Grad plus.“ Einige Kilometer weiter südlich sind drei bis fünf Zentimeter Neuschnee je Quadratmeter möglich, „einzelne Spitzen gehen auch darüber“. Mittwoch dann Entwarnung: „Die Bewölkung reißt auf, im Rosenheimer Raum sind Temperaturen von 5 bis 6 Grad plus zu erwarten.“ Und auch Streiks sind nicht mehr angekündigt. Elke Wrede-Knopp

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