Reit im Winkl – Zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Wochen wurde die Langlaufloipe auf Höhe des Ortsteils Seegatterl schwer beschädigt. Dieses Mal war es ein 22-jähriger Mann aus dem Landkreis Fürth, der am Sonntagmorgen mit seinem Wagen querfeldein über die Loipe auf die Bundesstraße gelangen wollte. Allerdings schlug der Versuch gewaltig fehl. Nach mehreren Kilometern fuhr sich das Fahrzeug schließlich vor einer bewirtschafteten Alm fest. Den Beamten der Polizeistation Reit im Winkl erklärte der Mann seine „Loipenfahrt“ damit, dass er keinen Schnee gewöhnt sei und dachte, er könne quer über die Wiese wieder auf die Bundesstraße fahren. Warum er überhaupt die Abzweigung zum Ausweichparkplatz Seegatterl genommen hatte und nicht einfach auf der Bundesstraße geblieben war, konnte er nach Angaben der Polizei nicht beantworten.
An der Langlaufloipe entstand erheblicher Schaden. Den „Loipenfahrer“ erwartet nun eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung und eine Vorladung zum Verkehrsunterricht. Aufgrund des Tauwetters war es gestern unmöglich, das Auto zu bergen. Nun hoffen die Verantwortlichen auf Nachtfrost, um den Wagen wieder auf die Straße zu bekommen. Dabei können die Mitarbeiter des Abschleppunternehmens auf Erfahrungen eines Einsatzes von vor drei Wochen zurückgreifen. Damals hatte ein 82-Jähriger mit seinem Auto dreieinhalb Kilometer in der Langlaufloipe zurückgelegt (wir berichteten) und hatte sich ebenfalls festgefahren. Allerdings war diese „Loipenfahrt“ kein Versehen. Der Mann nutzte schlicht die Loipe als Umleitungsstrecke, da die B305 lawinenbedingt gesperrt war. Auch damals war es erst nach Einsetzen des Nachtfrosts möglich, das Auto zu bergen.ha