Schechen – Ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den besten Preis gab es heuer bei der Submission der Waldbesitzervereinigung (WBV) Rosenheim. Bis kurz vor Gebotsschluss lag eine Eiche bei der Auktion vorne, musste jedoch den ersten Platz räumen. Insgesamt standen 935 Stämme 18 verschiedener Holzarten zum Verkauf – alles in allem 796 Festmeter. Für die gab es eine sehr gute Nachfrage, wie die Begehung auf dem Holzlagerplatz in Marienberg bei Schechen zeigte.
Beim letzten Gebot machte ein Bergahorn den entscheidenden Sprung nach vorne, erzielte mit 1486 Euro pro Festmeter den höchsten Preis und wurde somit zur „Braut“ der Submission. Insgesamt kam der Stamm auf 1,7 Festmeter (fm). Die lange in Front liegende Eiche erzielte 664 Euro pro Festmeter bei einem Gesamtvolumen von 2,7 Festmetern. Platz drei belegte ebenfalls eine Eiche mit 646 Euro (pro fm) und 1,5 Festmetern.
Insgesamt ist die Rosenheimer Submission seit mehreren Jahren sehr eichenlastig, wie WBV-Geschäftsführer Michael Heffner erklärte. „Die Käufer sagen: Wer eine schöne Eiche will, muss nach Rosenheim“, so seine Erfahrung. Die gute Qualität spiegelt sich auch bei den erzielten Preisen wider. Sieben Stämme der Baumart lagen über 600 Euro pro Festmeter.
Baumhasel
aus einem Park
Alle Jahre findet sich auch Besonderes im Angebot. Heuer war dies eine Baumhasel, ein großes Exemplar aus einem Park. „Sie kommt eigentlich aus der Türkei und gilt als zukunftsträchtig angesichts des Klimawandels“, erläuterte der Geschäftsführer. Da die Baumart jedoch wenig bekannt sei, wären die Käufer skeptisch geblieben und so sei leider nur ein Preis von 117 Euro pro Festmeter geboten worden.
Über die gesamte Nachfrage war man bei der WBV Rosenheim sehr zufrieden. 26 Käufer, unter ihnen Sägewerksbetreiber, Schnitzer, Bildhauer, Furnierer, aber auch Privatleute, erhielten Zuschläge für ihre Gebote. 135 Waldbesitzer lieferten Stämme. Zehn Prozent des Angebots wurden bislang nicht verkauft. Es gibt jedoch bereits jetzt Interessenten. Für Interesse sorgte das in Marienberg gelagerte Holz auch bei vielen Spaziergängern, die immer wieder Fragen zu den Stämmen stellten, so Heffner. Dementsprechend stellte die WBV Tafeln mit Daten und Fakten zu den Bäumen auf, um deren Spaziergang informativer zu machen. Martina Fischer