Rosenheim/Bernau – Die Rosenheimer Bundespolizei hat am Sonntag zwei rumänische Verbrecher in die Justizvollzugsanstalt Bernau eingeliefert. Beiden stehen mehrere Hundert Tage Gefängnis bevor.
An der Tank- und Rastanlage Inntal-Ost überprüften die Bundespolizisten in den Morgenstunden die Insassen eines italienischen Reisebusses. Für einen rumänischen Staatsangehörigen war mit der Grenzkontrolle letztlich die Fahrt zu Ende. Wie die Beamten mithilfe des Polizeicomputers nachvollziehen konnten, suchte die Berliner Staatsanwaltschaft nach dem flüchtigen 25-Jährigen.
Dieser war 2017 vom Landgericht Berlin wegen eines sexuellen Übergriffs, sexueller Nötigung und Vergewaltigung zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Nachdem der Verurteilte einen Teil der Strafe verbüßt hatte, setzte er sich offenbar ab und blieb flüchtig. Nun wird er die Restfreiheitsstrafe in Höhe von rund 230 Tagen verbüßen müssen.
Für die Dauer von über 520 Tagen muss ein anderer Rumäne in Haft. Der Mann reiste als Mitfahrer in einem Auto mit deutschem Kennzeichen in die Bundesrepublik ein, obwohl ihm das Freizügigkeitsrecht von der zuständigen Ausländerbehörde Villingen-Schwenningen in Baden-Württemberg aberkannt worden war. Dieser Rechtsverlust hatte seine Gründe: Der 42-Jährige war in der Vergangenheit wegen schweren Bandendiebstahls und wegen eines besonders schweren Falls des Diebstahls verurteilt worden.
Nachdem er einen Teil der Haft abgesessen hatte, wurde er Anfang 2018 aus Deutschland abgeschoben. Seine Rückkehr zog die Festnahme auf der A93 nach sich. Laut Haftbefehlen der Staatsanwaltschaften Rottweil und Hechingen hat der Rumäne den ausstehenden Rest der Freiheitsstrafen zu verbüßen. Die Bundespolizisten brachten ihn nach Bernau. re