Fasching bringt Edling zum Beben

von Redaktion

In Edling herrschte am Sonntag Hochstimmung: Der Faschingsumzug lockte Tausende in die Gemeinde. Die Stimmung war super, das Wetter spielte mit.

Edling – Dich gedrängt säumen die Narren die Straßen, überall nur strahlende Gesichter. Aus Lautsprechern dröhnt Stimmungsmusik: Der Fasching bringt Edling, sonst ein recht ruhiger Flecken, zum Beben.

Schon am Vormittag beginnt die große Sause – aus allen Himmelsrichtungen strömen die Massen in Richtung Ortsmitte, zum Rathaus, dem Epizentrum des tollen Treibens. Keck und bunt sind die Verkleidungen: Die Narren kommen klassisch als Pirat, Cowboy, ganz aktuell als Biene oder kreativ als Fabelwesen aus dem Reich der Fantasie. An diesem Tag ist einfach alles erlaubt.

„Die Vorbereitungen sind super verlaufen“, sagt der Organisator und Kommandant der Feuerwehr, Martin Berndl. „Ich bin ein bisserl aufgeregt, aber freue mich jetzt auf ein prima Fest.“

Auf einmal taucht Bürgermeister Matthias Schnetzer in den Menschenmassen auf. Man erkennt ihn kaum: Eine schwarze Langhaarperücke hat er auf, eine bunte Mütze drüber. „Jamaika“ – so nennt er sein Outfit. „Ich bin jetzt nicht einer, der auf jeden Ball geht, aber wenn‘s in Edling ist, bin ich natürlich dabei.“

Der Rathauschef ist gut drauf: „Es ist ein Wahnsinn. Man muss dem Herrgott danken für dieses Wetter.“ In der Tat, Die Sonne ist ganz auf der Seite der Faschingsfreunde: 14 Grad zeigt das Thermometer, am Himmel zeigen sich nur ein paar Schleierwolken.

Schnetzer ist Schirmherr der Veranstaltung, zusammen mit dem Wasserburger Stadtrat Wolfgang Schmid steht er auf einem Gerüst vor dem Rathaus. Die beiden begrüßen die Motivwägen und Fußgruppen, 35 an der Zahl.

Laut geht es zu, die Verstärker sind auf höchster Stufe. Auf den Wägen sitzen oder stehen vergnügte Typen, werfen Guatl in die Menge. Ordner versuchen, die Menschen an den Straßenrand zu drängen, um Platz für den Zug zu schaffen. Fast zwei Stunden dauert es, dann ist auch die letzte Gruppe durch.

Schnetzer und Schmid prämieren währenddessen die besten Teilnehmer: Der Kirtaverein Edling, der das Bienensterben darstellt, gehört zu den Preisträgern, genauso der Musik- und Theaterverein Attel, der einen Moulin-Rouge-Wagen gebastelt hat. Der narrische Anger Pfaffing mit dem Thema Bollywood und Orient gewinnt einen Preis, die Landfrauen Schlicht, der „Circus Fichtelino“ und die „Neandertaler“ aus Hohenlinden.

Im Zelt geht nach dem Umzug das Fest munter weiter, bis nach Mitternacht rockt und tanzt die Faschingsgemeinde, Edling erweist sich als echte Hochburg des Vergnügens.

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