Feldkirchen-Westerham – Rund drei Stunden haben 20 Passagiere vor dem Bahnhof Feldkirchen-Westerham am Freitagabend in einem Zug festgesessen. Grund: Der Sturm hatte um 18.50 Uhr, etwa 500 Meter vor dem Bahnhof, einen Baum umgeworfen – der fiel in die Oberleitung und genau auf den Zug.
Von den Passagieren wurde dabei niemand verletzt. Das Fahrzeug selbst allerdings wurde so stark beschädigt, dass es nicht mehr in den Bahnhof Feldkirchen-Westerham weiterfahren konnte – auch, wenn nur noch 500 Meter fehlten. Der kaputte Zug musste von einem Spezialzug in den Bahnhof Feldkirchen-Westerham gezogen werden. Der Spezialzug allerdings musste auch erst einmal an die Unfallstelle fahren.
Laut Fabian Amini, Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn (BOB), waren die Passagiere deshalb bis etwa 21.50 Uhr im Zug. Anschließend seien die befreiten Bahngäste mit Taxis weiterbefördert worden, so Fabian Amini.
Zunächst waren neben der Feuerwehr Feldkirchen-Westerham auch mehrere benachbarte Wehren zur Unglücksstelle ausgerückt. In der Alarmierung war davon die Rede, der Zug brenne. Sven Gerike, Kommandant der Feuerwehr Feldkirchen-Westerham, sagte im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen, die Lage sei dann vor Ort weniger dramatisch gewesen. Der Zug habe nicht gebrannt. Die Feuerwehr habe den Baum entfernt, nachdem sicher war, dass von der Oberleitung keine Gefahr für die Einsatzkräfte ausging. Dass der Zug nicht brannte, bestätigt auch Fabian Amini, Geschäftsführer der BOB. Er schließt nicht aus, dass die beschädigte Oberleitung kurzzeitig Funken sprühte und sich auch etwas Rauch entwickelte.
Bis die Oberleitung wieder repariert war, blieb die Strecke zwischen Bruckmühl und Kreuzstraße gesperrt. Laut Fabian Amini war das bis Betriebsschluss der Fall. Am Samstagmorgen lief der Bahnverkehr auf der Strecke allerdings schon wieder ganz regulär.