Nachgefragt bei Ergotherapeutin Margit Krogler

von Redaktion

Edling – Margit Krogler ist seit vielen Jahren Ergotherapeutin in Edling. In ihrer Einrichtung übt sie mit Menschen aus allen Altersstufen, die für ihre Bewegungsfähigkeit Unterstützung brauchen. Auch Kinder mit Down Syndrom haben Termine bei ihr.

Frau Krogler, welche Probleme haben Kinder mit Down-Syndrom, die zu Ihnen kommen?

Das ist sehr unterschiedlich. Sie sind in ihrer Entwicklung verzögert, sie brauchen einfach länger, um gehen und sprechen zu lernen. Und entsprechende Verzögerungen gibt es bei Alltagstätigkeiten, dazu gehören das Schließen von Knöpfen und Reißverschlüssen, Binden von Schleifen.

Und dabei können Sie auch Anne Kuchta helfen?

Ja, das ist genau unser Bereich. Bei einem anderen Kind mit dem Down-Syndrom, das schon älter ist als Anne, findet die Ergotherapie im schulischen Umfeld statt. Bei ihm geht es um soziale Integration – um das Verhalten in der Gruppe zum Beispiel, um das Verhalten gegenüber Erwachsenen. Auch das ist unser Job.

Worauf kommt es beim Umgang mit diesen Kindern an?

Wir behandeln sie so wie alle anderen, nehmen sie ernst, zeigen Respekt, gehen auf sie ein. Kinder mit Morbus Down sind wahnsinnig herzliche Kinder, sind sehr lieb. Wir geben ihnen Selbstbewusstsein fürs Leben mit und sagen ihnen: Dein Weg ist vielleicht ein anderer, du kannst aber fast alles erreichen.

Und welche Erfolge stellen Sie fest?

Das ist individuell sehr unterschiedlich. Das eine Kind kann einen Knopf schließen, das andere sich in eine Gruppe einfügen, um an einem hausinternen Kletterwettkampf teilzunehmen.

Interview: Winfried Weithofer

Artikel 4 von 11