Rosenheim – Seit Monaten beschweren sich Fahrgäste über verkürzte Züge, die die Fahrt im Meridian nicht gerade komfortabler machen. Jetzt hat die Bayerische Oberlandbahn (BOB), die den Meridian betreibt, reagiert: Ab Mittwoch, 27. März, werden zwei Ersatzzüge eingesetzt, die Zugleistungen mit mehr Sitzplatzkapazitäten sicherstellen sollen. Derzeit fehlen der BOB Fahrzeuge des Typs Flirt, die auf den Strecken des Meridian eingesetzt werden. Die Kupplungsprobleme der Fahrzeuge werden nach wie vor im Bahnbetriebswerk in Augsburg untersucht. Auch Spezialisten des Fahrzeugherstellers Stadler sind involviert. Hinzu kommen vorgeschriebene Hauptuntersuchungen, die die Meridianfahrzeuge in der Werkstatt binden. Aktuell stehen der BOB lediglich 26 von 35 Fahrzeugen für den Fahrgastbetrieb zur Verfügung. Zwei Fahrzeuge des Typs Coradia Continental der Schwesterbahn MRB (Mitteldeutsche Regiobahn) sollen daher jetzt Linderung bringen. Eingesetzt werden sollen sie als Meridian 79002 Montag bis Freitag ab Traunstein (5.16 Uhr) nach München (6.40 Uhr), als M79006 Montag bis Freitag ab Traunstein (6 Uhr) nach München (7.21 Uhr), als M79031 Montag bis Freitag ab München (16.33 Uhr) nach Traunstein (17.56 Uhr) und als M79035 Montag bis Freitag ab München (17.33 Uhr) nach Traunstein (18.56 Uhr). Die silber-grünen Fahrzeuge werden mit Meridian-Logoaufklebern beklebt und somit als Meridian kenntlich gemacht. Durch den Einsatz der Ersatzzüge werden Fahrzeuge frei, die zur Verstärkung von bestehenden Verbindungen genutzt werden.