Rosenheim/Raubling – Rund 430000 Euro investiert der Landkreis für einen Lückenschluss im Radwegenetz der Gemeinde Raubling. Einstimmig segnete der Kreisausschuss bei seiner jüngsten Sitzung im Rosenheimer Landratsamt Pläne der Verwaltung ab, einen 300 Meter langen und 2,50 Meter breiten Geh- und Radweg zwischen dem Kapellenweg und der Bahnhofstraße zu errichten. Der vorhandene endet bisher am ehemaligen Aicher-Gelände im Bereich des Kapellenwegs.
Notwendigkeit erläutert
„Fußgänger und Radfahrer müssen dann auf die hochbelastete Kreisstraße, um über die Bahnhofstraße zur Ortsmitte nach Raubling zu gelangen“, erläuterte Gerhard Kippes, Leiter der Hoch- und Tiefbauverwaltung im Landratsamt, dem Gremium die Notwendigkeit der Maßnahme. Laut Kippes eine Gefahrensituation, wie bereits eine Verkehrszählung aus dem Jahr 2015 belegt. Damals wurden 3294 Pkw und 153 Schwerfahrzeuge registriert, die die Straße an einem Tag befahren. Den für die Maßnahme notwendigen Grunderwerb hat die Gemeinde Raubling bereits geregelt, die Kosten für den Vorentwurf eines Ingenieurbüros hat ebenfalls die Gemeinde übernommen.
Topografie
erhöht Kosten
Nicht zuletzt aus diesem Grund kamen Christian Stadler (Bündnis 90/Die Grünen) die Kosten für die Maßnahme hoch vor. Gerhard Kippes pflichtete ihm bei, erklärte diesen Umstand allerdings mit der topografischen Situation in diesem Bereich. „Wir brauchen im ersten Bauabschnitt eine Stützwand zur Firma Aicher hin, die auch Baumaßnahmen zur Sicherstellung der Entwässerung auf dem Firmengelände nach sich zieht. Das macht die Sache teurer“, so Kippes.Norbert Kotter