Rosenheim/Eiselfing – Zwei Kreisstraßen kreuzen sich genau an einer Stelle, in deren Nähe viele Fußgänger unterwegs sind. Grund- und Hauptschule, Kindergarten, Bäcker, Metzger und eine Bank befinden sich im Umfeld des innerörtlichen Verkehrsknotenpunktes, den nicht nur Eiselfings Bürgermeister Georg Reinthaler (Bündnis 90/Die Grünen) in der Sitzung als Gefahrenpunkt einstufte. Auch die Polizei und die Landkreisverwaltung sehen Handlungsbedarf im Bereich der Kreuzung, an der sich die in Richtung Amerang führende Kreisstraße RO 36 und die Kreisstraße RO 37 treffen, die von Bachmehring nach Eiselfing führt.
Für die RO 36 ergab die bisher letzte Verkehrszählung im Jahr 2015 zwischen 2432 und 3655 Kraftfahrzeuge pro Tag, hinzu kommen 184 bis 256 Lastwagen täglich. Noch mehr befahren ist die RO 37. Hier schlugen bei der Zählung Werte zwischen 2861 und 6691 Fahrzeugen pro Tag (Kfz) beziehungsweise zwischen 193 und 402 (Lkw) zu Buche.
Gerhard Kippes, Leiter der Abteilung Hoch- und Tiefbau im Landratsamt, berichtete unter anderem davon, dass nicht nur zu Hauptverkehrszeiten südlich der Kreuzung Schulkinder und Anwohner die RO 37 gleichsam schutzlos überqueren müssten. Die teils schwierigen Sichtverhältnisse für die Autofahrer sprach er neben der hohen Verkehrsdichte als Argument an, das für die Maßnahme spricht. Hinzu komme, dass der Schwerverkehr aufgrund der beengten Verhältnisse beim Abbiegen im Kreuzungsbereich zum Teil die Gegenfahrbahn nutzen müsse. Sein Fazit: „Dies stellt bei dem vorhandenen Verkehrsaufkommen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.“
Schließlich einigte sich der Kreisausschuss ohne Debatte einstimmig darauf, im Haushalt des nächsten Jahres die erforderlichen Mittel für die Baumaßnahme zur Verfügung zu stellen. Die Verwaltung geht von Gesamtkosten von rund 460000 Euro aus. Der Landkreis darf darauf hoffen, dass die Hälfte des Betrages der Freistaat trägt. Die Gemeinde hat bereits 2018 ein Ingenieurbüro mit einer Studie beauftragt, die Möglichkeiten aufzeigen sollte, wie der geplante Umbau der Kreuzung sinnvoll erfolgen kann. Das Büro stellte fest, dass ein Minikreisel mit 22 Metern Durchmesser und einer überfahrbaren Kreisinsel mit zehn Metern Durchmesser errichtet werden könne. Der Bürgermeister zeigte sich über das Verständnis seiner Ratskollegen erfreut. „Das schafft Sicherheit und wertet die Eiselfinger Ortsmitte auf.“