Bad Aibling – In der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Bad Aibling ist es erneut zu einer groß angelegten Razzia der Polizei gekommen. Dabei ging es vor allem um Drogen, weil Ermittlungen zufolge einige Bewohner der Einrichtung an der Krankenhausstraße mit verbotenen Betäubungsmitteln handelten. Prompt wurden die Ermittler fündig. Zwei junge Asylbewerber sitzen jetzt in Untersuchungshaft.
Die Drogen wurden laut Polizei auch an Jugendliche im Bereich von Kolbermoor und Bad Aibling verkauft. Deshalb erwirkte die Staatsanwaltschaft Traunstein mehrere Durchsuchungsbeschlüsse. So durchsuchte die Polizei Bad Aibling am Dienstag und Mittwoch mit Unterstützungskräften aus Rosenheim und Rauschgiftspürhunden mehrere Räume in der Asylbewerber-Unterkunft. Dabei fand sie nicht nur größere Mengen an Marihuana (insgesamt 330 Gramm). Die Fahnder stellten auch größere Geldbeträge sicher, die wohl dem Handel mit Rauschgift zuzuordnen sind. Es kam zu mehreren Festnahmen. Gegen zwei Männer erging ein Haftbefehl.
Bereits im März 2018 war es in der Unterkunft zu einer Großrazzia gekommen. „Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd will mit solchen Einsätzen frühzeitig verhindern, dass sich Brennpunkte bilden oder Situationen entstehen, die ein positives Zusammenleben innerhalb und außerhalb der Unterkunft unnötig erschweren sowie das objektive und subjektive Sicherheitsempfinden stören“, so ein Polizeisprecher. Auch die Dienststellenleitung in Bad Aibling zeigte sich zufrieden mit dem Einsatz. re