Bad Feilnbach – Es ist Brutzeit in der Vogelwelt. Das gilt auch für den Kiebitz, den Großen Brachvogel, das Braunkehlchen und viele weitere Wiesenbrüter, die im Naturschutzgebiet Auer Weidmoos ihre Nester gebaut haben. Allerdings erleben die Tiere inzwischen immer öfter erhebliche Störungen durch den Menschen oder freilaufende Hunde. Die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim bittet daher, bis zum 15. Juli auf den Wegen zu bleiben und Hunde anzuleinen.
Die Vögel sitzen teilweise nur wenige Meter vom Wegesrand entfernt auf ihrem Gelege. Später führen sie ihre Jungen durch das hoch gewachsene Gras, um nach Nahrung zu suchen. Freilaufende Hunde und die Missachtung des Wegegebotes sind in diesem Zeitraum besonders gefährlich für die heimischen Wiesenbrüter. Das Naturschutzgebiet Auer Weidmoos liegt inmitten einer ausgedehnten Niedermoorfläche, die heute größtenteils landwirtschaftlich genutzt wird.
Streuwiesengebiet
zwischen Aubach und Jenbach
Das laut Landratsamt landschaftlich und ökologisch herausragende Streuwiesengebiet wird vom Alten Aubach im Norden und dem Jenbach im Süden einge-fasst. Im Osten grenzen die Staatsstraße aus Bad Feilnbach kommend und die Kläranlage an. Das Auer Weidmoos, das auch durch die Ausweisung als Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) europarechtlichen Schutz genießt, bietet vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten einen überregional bedeutsamen Lebensraum.