Rosenheim – Bisheriger und neuer Obermeister der Rosenheimer Schreinerinnung ist der Nußdorfer Schreinermeister Peter Moser. Sein neuer Stellvertreter ist Schreinermeister Peter Kurz aus Riedering, der die Nachfolge des ausgeschiedenen Stefan Opperer aus Rohrdorf antrat. Das ergaben jetzt die Neuwahlen der Rosenheimer Innung bei der Hauptversammlung.
Lohnerhöhung durchgesetzt
Moser berichtete über die Lohnerhöhungen, die seit April gelten. 2020 werde dann neu verhandelt. Die Löhne seien in den vergangenen zwei Jahren um rund fünf Prozent gestiegen, ebenso seien die Ausbildungsvergütungen gestiegen. So erhalten Azubis im ersten Ausbildungsjahr 600 Euro, im zweiten Jahr 725 Euro und im dritten Jahr schließlich 835 Euro.
Während in anderen Branchen nach seiner Abschaffung des Meisterbriefes im Jahr 2004 nun wieder der Abschluss gefordert wird, könne sich das holzverarbeitende Gewerbe glücklich schätzen, dass es hier traditionell immer noch die Meisterausbildung mit anschließender Prüfung gibt. Die würde schließlich dafür sorgen, dass qualitativ hochwertige Arbeiten im Schreinerhandwerk erzeugt werden.
Im Sommer stellen sich 53 Auszubildende der Gesellenprüfung. Erfreulicherweise sind das gegenüber dem Vorjahr zehn Prüflinge mehr. „Der Anstieg ist sicherlich auch der intensiven Werbung um den Nachwuchs im Schreinerhandwerk zu verdanken“, sagte Moser. Dazu zählten insbesondere die zahlreichen Besuche örtlicher Schreinerbetriebe in den jeweiligen Schulen, um den Schulabgängern das Schreinerhandwerk nahezubringen.
Anforderungen
auf hohem Niveau
Viel Lob hatte der Obermeister auch für den Ausbildungstag des Handwerks „Jobstart“ übrig, an dem sich das Schreinerhandwerk als „moderner Dienstleister“ präsentieren konnte. In diesem Zusammenhang erinnerte Moser die Meisterbetriebe daran, dass die Berichtshefte zeitnah zu führen und vom Betrieb abzuzeichnen seien. Nur so könne garantiert werden, dass die Prüflinge eine qualifizierte Ausbildung durchlaufen würden. Schließlich seien die Prüfungsanforderungen auf einem hohen Niveau.
Die Freisprechungsfeier findet in diesem Jahr am Freitag, 26. Juli, in der Aschauer Festhalle statt. Zur Ausstellung „Die gute Form“ wird am Tag davor geladen. Volkhard Steffenhagen