Maximilian Kendlinger, Dirigent

von Redaktion

Wie würden Sie einem Kind Ihren Beruf erklären?

Ein Dirigent ist jemand, der in erster Linie in einem Musikstück für Ordnung sorgt. Hier erarbeitet er mit den Musikern eine Form des Stücks, die einzigartig werden soll. Auf der Bühne versucht er, gemeinsam mit den Musikern Gefühle wie zum Beispiel Freude an das Publikum zu übermitteln.

Welchen Traumberuf hatten Sie als Zehnjähriger?

In diesem Alter kam nur ein Beruf infrage: Fußballer.

Wie sieht Ihr persönlicher Traum vom Glück aus?

Zufriedenheit und Gesundheit.

Mit wem würden Sie gern ein Wochenende auf einer einsamen Insel verbringen?

Ich wohne in der Nähe vom Wilden Kaiser. Wenn ich auf eine einsame Insel will, gehe ich hoch auf die Alm und ich fühle mich völlig frei.

Über welche Nichtigkeiten können Sie sich ärgern?

Über keine.

Was fällt Ihnen zu den

folgenden Stichwörtern ein?

Wasser und Brot

Dankbarkeit.

Heimat

Berge.

Alt und Jung

Harmonie.

Eltern

Liebe, Lebenserfahrung.

Sieg und Niederlage

Genuss und niemals aufgeben.

Erste Liebe

Erfahrung sammeln.

Gott

Kraft für Schöpfung.

Grabstein

Tiefgründigkeit.

Coca-Cola

Ein gutes Glaserl Wein nach dem Konzert.

Mein Haus, mein Auto, meine Yacht

Visionen.

Lebensmotto

Der Weg ist das Ziel.

Interview: Rainer W. Janka

Zur Person

Als Maximilian Kendlinger 13 Jahre alt war, überreichte ihm sein Vater Matthias Georg Kendlinger, der Gründer und Leiter der K&K Philharmoniker, in der Tonhalle Düsseldorf zum Radetzky-Marsch erstmals den Taktstock. Maximilian Kendlinger ist 1998 in St. Johann/Tirol geboren, spielt Klavier, Akkordeon und Schlagwerk. Seit 2010 wird er an der Tiroler Landesmusikschule von Brigitte Zimmermann im Fach Klavier unterrichtet. Seine Verbundenheit zur Ukraine wurde ihm in die Wiege gelegt: 2016 leitete er sein erstes Sinfoniekonzert in der Philharmonie Lviv. Seither steht er regelmäßig bei verschiedenen Konzertreihen am Pult – beispielsweise im Gewandhaus Leipzig, Konzerthaus Berlin, im hr-Sendesaal Frankfurt, in Marseille und Mailand. Im Juli 2018 dirigierte er in Lviv mit „Der verlorene Sohn“ und „Manipulation“ erstmals zwei Werke seines Vaters. Zudem lenkt er als kaufmännischer Betriebsleiter die Konzertagentur „Da Capo Austria“.

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