Märchen für Erwachsene

von Redaktion

Vorleseabend mit Gisela Rieger im OVB-Medienforum

Rosenheim – Vorleseabend im OVB-Medienforum: Autorin Gisela Rieger erzählte und las Geschichten für Erwachsene, die nachdenklich machen und das Herz berühren. Der Kreis der Zuhörer war mit rund 20 Teilnehmern klein, die Atmosphäre aber dafür umso entspannter. Gisela Rieger eröffnete den Abend mit der Geschichte von Esel, Vater und Sohn, die zeigt, dass jeder Mensch selber wissen muss, was für ihn richtig ist.

Erzählungen und Märchen enthalten seit jeher Lebensweisheiten. Gisela Rieger hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese zu sammeln. „Ich habe immer schon leidenschaftlich gerne Märchen gelesen“, sagt die 51-Jährige. Seit 2008 wohnt sie im Chiemgau und gibt Firmentrainings, Seminare und Workshops. Auch in diese Tätigkeit baut sie gerne Erzählungen und Märchen ein, weil sie weiß, das man damit das Unterbewusstsein ansprechen kann.

Seit 2012 hat Gisela Rieger drei Bücher mit „sinnvollen“ Geschichten auf den Markt gebracht. Beiträge aus diesen Werken standen im Mittelpunkt des Abends.

„Es wird für irgendetwas gut sein“, lautet der Titel eine ihrer persönlichen Lieblingsgeschichten. Dabei erweist es sich, dass sogar ein versehentlich abgeschnittener Zeh durchaus einen „Sinn“ haben kann. Verpackt ist diese hintergründige Lehre für das Leben in ein Märchen mit König, wilden Eingeborenen auf einer fernen Insel und einem Menschenopfer.

Immer wieder berührend ist die Charlie Chaplin zugeschriebene Geburtstagsrede anlässlich seines 70. Geburtstags mit dem Titel „Als ich mich selbst zu lieben begann“. Viele Menschen kennen sie. Trotzdem bewegen diese Worte immer wieder, wie sich beim Vorleseabend im OVB-Medienforum zeigte, bei dem es an dieser Stelle ganz still im Saal wurde. Gisela Rieger bewies an diesem Abend, dass sie nicht nur Talent zum Schreiben, sondern auch zum Erzählen hat. Karin Wunsam

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