Neuer Text fürs Taferl-Wagerl von Kolbermoor

von Redaktion

Der plakative Streit um die Entlassung von Frischpack-Mitarbeiterin geht weiter

Tuntenhausen/Kolbermoor – Im Rechtsstreit um eine Entlassung bei der Firma Frischpack in Tuntenhausen, der an der Staatsstraße in Kolbermoor öffentlich ausgetragen wird (wir berichteten), ist das nächste Kapitel aufgeschlagen: Ein weiterer Gütetermin am Rosenheimer Arbeitsgericht ist nach zehn Minuten ergebnislos abgebrochen worden – und so trägt der Anhänger, der in Kolbermoor seit Monaten am Straßenrand steht, ein neues Plakat. Darauf steht: „Frischpack: Bezahlung der Umziehzeiten verweigert – trotz schriftlicher Zusage.“

Über diese Aufschrift werden sich in den nächsten Wochen weiter Tausende Autofahrer wundern, die täglich am Taferl-Wagerl vorbeifahren. Nächster Verhandlungstermin am Arbeitsgericht ist erst am 27. Juni, und so lange wird der Hänger wohl noch stehen.

Aufgestellt haben ihn die entlassene Frischpack-Mitarbeiterin und ihr Lebensgefährte, der auf dem Firmengelände Hausverbot hat. Ein Verstoß gegen dieses Hausverbot wird von der Firma als Grund für die fristlose Kündigung angeführt. Gegen den Rauswurf zog die langjährige Maschinenführerin, die die Arbeitsbedingungen und die Vergütung der Umziehzeiten scharf kritisiert, vors Arbeitsgericht. ls

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