Rosenheim/Ansbach – Der Kreisverband der Jungen Union im Landkreis Rosenheim fordert von der SPD-Europa-Abgeordneten Maria Noichl eine klare Distanzierung sowie eine „aufrichtige“ Entschuldigung für ihre Aussagen zu einem Infostand der Jusos in Ansbach. Dort war ein Dosenwerfen angeboten gewesen, mit Dosen, auf denen neben Adolf Hitler und Benito Mussolini unter anderem Manfred Weber und Annegret Kramp-Karrenbauer abgebildet waren. Noichl hatte mehrere Bilder der Wahlkampfaktion auf ihrer eigenen Facebook-Seite gepostet und mit der Überschrift „Ein super Infostand der JUSO Ansbach. Danke! Ihr seids Spitze!“ versehen. Nach einem regelrechten Shitstorm auf Facebook mit zahlreichen negativen Kommentaren hat Noichl das Bild mit den Dosen inzwischen gelöscht, sich entschuldigt und erklärt, sie habe „die Aktion falsch eingeschätzt“. Dem Kreisvorsitzenden der Jungen Union im Landkreis Rosenheim, Matthias Eggerl, geht das allerdings nicht weit genug. „Schlimm genug, dass Frau Noichl sich darüber freut, wenn Politiker mit menschenverachtenden Diktatoren auf eine Stufe gestellt werden. Noch schlimmer ist, dass sie nicht einmal die Größe besitzt, sich aufrichtig zu entschuldigen.“