Behörden erwarten steigende Flusspegel

von Redaktion

Ergiebiger Dauerregen: Lage könnte vor allem an der Mangfall kritisch werden

Rosenheim/Feldolling – Der anhaltende, starke Regen lässt die Flüsse in der Region allmählich anschwellen. Nachdem der Hochwassernachrichtendienst Bayern für Inn, Mangfall und Tiroler Ache am Montagmorgen die ersten Warnungen herausgegeben hatte, wurden diese im Laufe des Tages noch einmal nach oben korrigiert.

Die größte Hochwassergefahr könnte es demnach an der Mangfall bei Feldolling geben. Laut Prognose an der dortigen Messstelle könnte bei anhaltend ergiebigen Regenfällen in der Nacht auf Dienstag sogar die höchste Hochwasser-Meldestufe vier erreicht werden. Das entspräche einem Hochwasser, wie es statistisch gesehen einmal in 50 Jahren auftritt.

Für das Alpenvorland erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) bis zur Nacht auf Mittwoch durchschnittlich Regenmengen von bis zu 80 Litern Wasser pro Quadratmeter – mehr als im Durchschnitt in Bayern im ganzen Monat April gefallen ist. Direkt an den Alpen sagt der DWD bis zu 140 Liter, in Staulagen sogar bis zu 180 Liter Regen pro Quadratmeter voraus. Erschwerend komme laut Wetterdienst das Schmelzwasser hinzu, das aus der immer noch vorhandenen Schneedecke oberhalb von 1500 Metern abfließt. Punktuell könne es in den Bergen durch Regen, Schmelzwasser und ohnehin schon extrem nasse Böden sogar zu Erdrutschen kommen, bestätigt das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim auf Anfrage.

Am Inn bei Wasserburg hatte die Hochwasserlage am Montagmorgen noch relativ entspannt ausgesehen. Im Laufe des Tages korrigierte der Hochwassernachrichtendienst seine Prognose aber auch dort nach oben – auf Meldestufe zwei, was einem Hochwasser entspricht, wie es im Durchschnitt alle zehn Jahre einmal vorkommt.

Meldestufe zwei lautete die Prognose bereits am Montagmorgen für die Tiroler Ache bei Staudach-Egerndach und die Alz bei Seebruck. Diese blieb im Lauf des Tages unverändert. Eine neue Einschätzung der Lage hat der Hochwassernachrichtendienst Bayern für heute, Dienstag, 10 Uhr, angekündigt.

Auswirkungen hatte die Wetterlage auf den Schienenverkehr zwischen Prien und Aschau. Dort war am Montagmittag gegen 14.30 Uhr ein Baum auf die Bahngleise gestürzt, wie ein Sprecher auf Anfrage bestätigte. Der Streckenabschnitt war für die Dauer der Räumarbeiten gesperrt. ki

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