Rosenheim – Eine unschöne Entdeckung haben die Wegewarte der DAV-Sektion Rosenheim gemacht. Ein bisher unbekannter Bergsteiger hat in Eigenregie auf dem Nordanstieg zum Steilner Joch „Kletterhilfen“ angebracht. Die verwendeten Holz- und Schlossschrauben seien als Steig- oder Kletterhilfen absolut ungeeignet, heißt es in der Pressemitteildung des DAV. „Sie halten den Festigkeitsanforderungen bei Weitem nicht stand“. Aufgrund der Dimensionen könne darüber hinaus auf eine viel zu geringe Einbindetiefe der Schrauben geschlossen werden. „Zudem bedeuten die einzeln herausstehenden Schrauben für den Wanderer erhebliche Verletzungsgefahren. Besonders die verwendeten Schlossschrauben, mit ihren fast messerscharfen Rändern“, heißt es weiter. „Die gefährlichen Einbauten müssen jetzt mit einem Akku-Winkelschleifer mühsam aus dem Fels herausgeschliffen werden.“
In diesem Zusammenhang weist der DAV darauf hin, dass die Sektion Rosenheim den betreffenden Weg kontrolliert, beschildert, markiert und ihn instand setzt. Die Sektion übernimmt die Verkehrssicherungspflicht und letztendlich damit auch die Haftung. Beim Bau von Klettersteigen beziehungsweise drahtseilversicherten Anstiegen gelten strenge europaweite Vorschriften zur Sicherheit der Bergwanderer. Die Wegewarte der DAV-Sektion Rosenheim besuchen regelmäßig Fort- und Weiterbildungsseminare und sind zertifiziert für den Einbau von Sicherungsanlagen. „Für Unfälle, die auf illegal eingebaute Eisenteile oder angebrachte Seile zurückzuführen sind, lehnt die DAV-Sektion Rosenheim jegliche Haftung ab“, heißt es in der Mitteilung.