Rosenheim – Nicht nur zahlreiche Gemeindevertreter und Bürgerinitativen aus der Region üben Kritik an den fünf potenziellen Grobtrassen zum Brenner-Nordzulauf (wir berichteten). Auch regionale Politiker gehen mit den Planungen der Bahn hart ins Gericht. So bemängelt Andreas Winhart aus Bad Aibling, der für die AFD im Bayerischen Landtag sitzt, vor allem, dass „die Bedürfnisse der Bürger nicht ausreichend berücksichtigt“ worden seien. „Einige der vorgestellten Varianten beinhalten keine bis sehr wenige Bürger- und Gemeindewünsche“, findet Winhart. „Zurecht fühlt sich die Bevölkerung vor Ort von der Regierung im Stich gelassen und nicht in ihren Interessen ernst genommen.“ Martin Hagen hingegen, Fraktionsvorsitzender der FDP im Landtag, favorisiert hingegen die Variante Violett östlich von Rosenheim, „da hier weite Teile unterirdisch verlaufen“. Hagen: „Der Nordzulauf muss mit größtmöglicher Rücksicht auf Natur und Anwohner realisiert werden.“ Zudem apellierte Hagen an die Politik, die Anwohner an der Bestandsstrecke nicht zu vernachlässigen: „Auch hier ist der bestmögliche Lärmschutz sicherzustellen.“