Bruckmühl – „Das ist unfassbar, da fehlen einem die Worte. Was gibt es nur für Idioten“, beschreibt der Bruckmühler BRK-Bereitschaftsleiter Maximilian Weiß sichtlich aufgewühlt die Geschehnisse. Der Vorfall, der Weiß aus der Fassung bringt, datiert zwischen dem 15. und 22. Juni, hat aber für den Bereitschaftsdienst bis heute schwerwiegende Folgen.
Täter drangen in das Areal des Bruckmühler Bauhofes ein und brachen am Katastrophenschutz-Einsatzfahrzeug des BRK gewaltsam den Tankdeckel auf. Sie zapften den Dieseltreibstoff bis auf einen Liter ab und füllten den Tank mit 59 Litern Wasser auf. „Da verstehst du die Welt nicht mehr“, empört sich auch Max Schuppener, Vize-Bereitschaftsleiter.
Manipulation hätte
Leben kosten können
Er und Weiß wollen sich gar nicht vorstellen, was im Ernstfall passiert wäre. Der Leiter fasst sich an den Kopf und haut mit der Hand auf den Tisch, „Was, wenn wir zu einem Einsatz gerufen worden wären, bei dem es um Leib und Leben geht? Da bis du dann in einem Auto, das nicht fährt“. Seine Leute setzten sich rund um die Uhr fürs Wohl der Bürger ein. Nun werde das ehrenamtliche Engagement torpediert. „Mein Team hängt emotional quer unter der Decke.“
Die Tat flog auf, als das BRK zum Sanitätswachdienst fahren wollte. Kaum gestartet, ging der Motor aus. Nur weil sie keine weiteren Starts versuchten, schrammte der Wagen an einem kapitalen Motorschaden vorbei. Das sagt Kfz-Meister Peter Biegner. Er schätzt die Reparaturkosten auf 4000 Euro. Denn: Bei einer Probefahrt stellte er einen Schaden am Turbolader fest, wohl hervorgerufen durch die Untat.
BRK-Kreisgeschäftsführer beklagt „mangelnden Respekt“
Erst vor Kurzem hatte das BRK den Motor eigenfinanziert für 3500 Euro überholen lassen. Jetzt ist es auf Spenden angewiesen (Stadtsparkasse Rosenheim-Bad Aibling, IBAN DE 33 711 50000 0000 0110 56). In der Vergangenheit wurde bereits die Digitalfunkantenne eines Wagens manipuliert und eine mobile Sanitätsstation aufgebrochen. Nehmen solche Vorfälle überhand? Das kann die Aiblinger Polizei nicht bestätigen. Martin Schmidt, BRK-Kreisgeschäftsführer, sieht indes einen schleichenden Prozess mangelnden Respekts.tn