„Uns reicht der optimale Ausbau der Bestandsstrecke“

von Redaktion

Einstimmig nominierter Landratskandidat der Freien Wähler Sepp Hofer lehnt neue Trassen zum Brenner-Nordzulauf ab

Rosenheim – Einstimmig wurde Sepp Hofer jetzt als Landratskandidat der Freien Wähler für die Kommunalwahl am 15. März 2020 nominiert. Der in Halfing lebende Zimmerermeister und Praktische Betriebswirt stellte in seiner Bewerbungsrede klar, dass es ihm nicht in erster Linie um seine Person gehe, sondern um die Kreistagsliste der Freien Wähler, um zehn Mandate plus X zu erreichen und damit „gesunden Menschenverstand“ in den nächsten Kreistag zu bringen.

Mary Fischer, die Sepp Hofer vorgeschlagen hatte, beschrieb ihn als „bodenständig, echt und verlässlich“: „Der Sepp ist ein Kind dieser Heimat und als solches vertritt er die Interessen der Bürger in der Region.“ Hofer habe seine Hausaufgaben gemacht und sich vorbereitet. „Er ist auf Augenhöhe mit den Mitmenschen und wird einen hervorragenden Landrat abgeben, da bin ich überzeugt“, sagte Fischer.

Wichtiges Thema auch für den Landratskandidaten: der Brenner-Nordzulauf. „Nach derzeitigem Wissensstand und nach Wissensstand des bayerischen Wirtschaftsministeriums möchte ich ein klares Nein aussprechen für eine dritte und vierte Bahnstrecke. Uns reicht der optimale Ausbau der Bestandsstrecke“, sagte Hofer. „Mensch und Natur im Inntal vertragen und wollen keine 15 bis 20 Jahre lange Großbaustelle, die den Tourismus und die Landwirtschaft für Jahrzehnte kaputt macht!“

Klare Meinung

zum Wohnungsbau

Auch zum Thema Wohnungsbau zeigte Hofer eine klare Meinung: „Ja muss denn jeder von irgendwoher zu uns ziehen?“ Das treibe schließlich die Preise in die Höhe. Hofer: „Wo führt es hin, wenn auf dem Land schon Quadratmeterpreise von 400 Euro und weit höher bezahlt werden müssen? Welcher Einheimische kann sich da noch Bauen und Wohnen leisten?“

Zudem hatte Hofer drei weitere ihm wichtige Themen auf der Agenda: So erinnerte er daran, dass 2011 das Bohren nach Gas unter der Eggstätt-Hemhofer Seenplatte durch eine Bürgerinitiative, die Mary Fischer und er geleitet hatten, verhindert werden konnte. Hofer: „So etwas darf es nicht mehr geben.“

Ebenso wenig wie die Privatisierung des Trinkwassers, findet der Kandidat der Freien Wähler. Hofer: „Eine Privatisierung unseres Trinkwassers darf es nie geben. Wir Freien Wähler setzen uns dafür ein.“

Engagement für „Jugend in Arbeit“

Ein weiteres Anliegen des Halfingers ist das Projekt „Jugend in Arbeit“. Derzeit gäbe es rund 200 Patenschaften im Landkreis Rosenheim. Sepp Hofer: „Wir unterstützen Kinder aus den Mittelschulen, dass die Kinder in Arbeit und Brot kommen und vermitteln Ihnen Anstand und Werte. Dieses Projekt ist mir sehr wichtig, denn die Wertschöpfung dieses Projektes ist unermesslich.“

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