Kundgebung

Polizei: „Hoffen, dass es friedlich bleibt“

von Redaktion

Rosenheim – Der Münchner Rechtspopulist und Pegida-Aktivist Michael Stürzenberger kommt nach Rosenheim. Am morgigen Samstag wird er in der Innenstadt als Gastredner auf einer Kundgebung auftreten. Die Jusos Rosenheim-Land in Kooperation mit dem Bündnis „Rosenheim – Nazifrei“ sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund rufen zur Gegendemonstration unter dem Motto „Gemeinsam gegen rechte Hetze“ auf. Auch die Polizei ist alarmiert. Michael Stürzenberger, Jahrgang 1964, gilt als führender Kopf der Münchner Ortsgruppe „Politically Incorrect“. Stürzenberger und sein Umfeld verfolgen „verfassungsschutzrelevante islamfeindliche Bestrebungen“, teilt der bayerische Verfassungsschutz in diesem Zusammenhang mit. Außerdem ist Stürzenberger Mitglied in der Bürgerbewegung „Pax Europa“. Die geplante Kundgebung hat eine Privatperson bei der Stadt angemeldet. Die Versammlung soll am Samstag stattfinden, in der Zeit von 11 bis 16 Uhr. Gerechnet wird mit etwa 50 Teilnehmern. Mit rund 150 Gegendemonstranten rechnen die Jungsozialisten (Jusos) Rosenheim-Land. Sie rufen zum Protestmarsch auf, Treffpunkt ist um 10.30 Uhr am Rosenheimer Bahnhof. Die Aufstellung ist zwischen Oro Vivo und der Firma Bensegger geplant. Von dort führt der Weg über die Bahnhofs- und Münchener Straße zum Max-Josefs-Platz, wo Stürzenberger sprechen wird. Mit Behinderungen ist zu rechnen. Die Stadt hoffe, Kundgebungsteilnehmer und Gegendemonstranten in Richtung Mittertor lenken zu können, teilt die Polizei mit. Sie selbst erwarte „keine größeren Störungen“, teilt der Medienbeauftragte der PI Rosenheim, Robert Maurer, mit. Und weist zugleich darauf hin, dass die Polizei „neutral“ sei und beide Seiten schütze. Wie viele Kräfte im Einsatz sein werden, lässt Maurer offen. Eventuell sei auch die Bereitschaftspolizei aus Bamberg vor Ort. Und er sagt: „Wir hoffen und appellieren, dass es friedlich läuft.“

Artikel 7 von 11