Tüßling/Rosenheim – Die Nachricht verbreitete sich gestern in Rosenheim wie ein Lauffeuer: Lokalpolitiker Markus Schmid, der für die Republikaner im Rosenheimer Stadtrat sitzt, ist am Samstag bei einem Flugunfall schwer verletzt worden. Im Rahmen einer Kunstflugvorführung verlor der 69-Jährige die Kontrolle über sein einmotoriges Flugzeug und stürzte in eine Wiese bei Tüßling. Die gute Nachricht: Lebensgefahr besteht nicht, Schmid ist ansprechbar und schon wieder guter Hoffnung: „Das wird schon wieder“, sagte er gegenüber den OVB-Heimatzeitungen.
69-Jähriger ein „sehr erfahrener Pilot“
Es war gegen 17 Uhr, als Markus Schmid mit seinem einmotorigen Kunstflugzeug in die Luft abhob, um mit verschiedenen Kunststücken die Besucher des Flugfestes Altötting zu unterhalten. „Er ist ein sehr erfahrener Pilot, der seit vielen Jahren unser Gast ist“, sagte Simon Ehrenschwendtner, Vorsitzender der Fluggruppe Alt-Neuötting und Organisator des Flugfestes am Flugplatz Osterwies im Südwesten Altöttings, gegenüber unserer Zeitung.
Er selbst habe noch beobachtet, wie sich Schmid mit seinem Flugzeug in der sogenannten Kunstflugbox – ein Korridor, in dem der Kunstflieger ungestört seine Kunststücke absolvieren kann – aufgehalten und Loopings und Turnovers gemacht habe. Den Absturz selbst habe er aber nicht mehr mitbekommen.
Kurz nach 17 Uhr hatte der 69-jährige Rosenheimer aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Flugzeug verloren und war auf Tüßlinger Gemeindegebiet auf eine Wiese gestürzt. Das Kunstflugzeug blieb nach dem Aufprall laut Polizei auf dem Dach liegen.
Lebensgefahr
bestand nicht
Schnell waren Retter des Bayerischen Roten Kreuzes sowie des Technischen Hilfswerks zur Absturzstelle geeilt, um das Opfer zu bergen. Nachdem sie den schwerverletzen, aber ansprechbaren Piloten aus dem Wrack geborgen hatten, wurde Schmid sofort zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr bestand nach Polizeiangaben nicht.
Eine Einschätzung, die Ehrenschwendtner bestätigen kann. Er hat den verunglückten Piloten bereits im Krankenhaus besucht: „Er ist ansprechbar, kann sich an alles erinnern und kann alle Körperteile bewegen.“ Und telefonieren: Denn die OVB-Heimatzeitungen erreichten den 69-Jährigen Sonntagvormittag telefonisch am Krankenhausbett: „Der Arzt ist gerade zur Visite da, wahrscheinlich werde ich heute noch operiert“, sagte der Rosenheimer, der hörbar angeschlagen ist, aber optimistisch in die Zukunft blickt: „Das wird schon wieder!“
Eine Hoffnung, die auch sein Fraktionskollege Rudolf Hötzel hegt. Hötzel, der vom Unfall Schmids noch gar nichts mitbekommen hatte, zeigte sich „erschüttert“. „Ich hoffe, dass er ganz schnell wieder gesund wird“, sagte Hötzel, „schließen ist er für uns enorm wichtig. Schmids Familie wünsche Hötzel für die kommenden Wochen „viel Kraft“.
Ein flugunfallanalytisches Gutachten, das durch die Staatsanwaltschaft in Traunstein in Auftrag gegeben worden ist, soll nun die Absturzursache klären.