Mit professioneller Hilfe zum Erfolg

von Redaktion

Verein „Pro Arbeit“ zieht positives Fazit – Claudia Georgii feiert Jubiläum

Rosenheim – Der Bericht des Vorsitzenden Harald Neu bei der Versammlung der Organisation „Pro Arbeit“ spricht eine deutliche Sprache: Von Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) über Ausbildungsvermittlung inklusive Nachbetreuung und die Koordination der 28 ehrenamtlichen Qualipaten bis hin zur Sprach- und Berufsintegration für junge Geflüchtete – auch im 22. Jahr des Bestehens des Vereins haben etliche junge Menschen beim Übergang vom Schul- ins Berufsleben von der professionellen Hilfestellung profitiert.

Allein im Bereich der Jugendsozialarbeit an mittlerweile 23 Grund- und Mittelschulen sowie an den vier Berufsschulen in der Region haben 36 Sozialpädagogen 2018 mehrere Hundert Kinder und Jugendlichen betreut. Ein großes Anliegen ist es „Pro Arbeit“ nach Angaben des Vereins, die Eltern mit ins Boot zu holen. Acht Mitarbeiter vermitteln zudem im Auftrag der Jobcenter der Stadt und des Landkreises Rosenheim nicht nur Ausbildungsplätze. Sie stehen den jungen Menschen auch als Anlaufstelle zur Verfügung, falls es Probleme im Betrieb gibt oder gar zu befürchten steht, dass der Azubi vorzeitig das Handtuch wirft.

Unterschiedliche Sprachniveaus

Als weiteren Erfolg wertet der Vorsitzende Neu das Projekt „Jobcoaching mit berufsbezogener Sprachförderung“. Mit diesem Paket aus Sprachförderung und sozialpädagogischer Betreuung haben sich junge Frauen und Männer, die ein ganz unterschiedliches Sprachniveau mitbringen, die Grundlage für eine spätere Beschäftigung geschaffen. Bei 48 von 69 Teilnehmern mündete diese Maßnahme in einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit.

Den Vereins-Leitspruch „Wir schaffen Chancen“, machte Sandra Pawle, die neue fachliche Leitung, mittels eines Interviews mit einem ihrer Schützlinge greifbar: Knapp vier Jahre seien vergangen, seit Ali B. als Flüchtling nach Deutschland gekommen sei und Asyl beantragt habe. Seitdem habe sich viel zum Besseren gewendet im Leben des jungen Afghanen. Er besuche die Berufsintegrationsklassen an der Berufsschule Wasserburg und arbeite nach wie vor zielstrebig daran, seine Deutschkenntnisse weiter zu verbessern.

Im Herbst beginne der heute 20-Jährige eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker in einem Autohaus in Wasserburg. Der junge Mann, der seit drei Jahren in einer Container-Unterkunft lebt, schilderte seinen Weg zum bevorstehenden Einstieg in die Berufswelt, den er nach eigenen Angaben insbesondere der sozialpädagogischen Begleitung durch die Fachkräfte von „Pro Arbeit“ verdankt.

Als einen zentralen Baustein in der Arbeit des Vereins mit seinen mittlerweile 80 Mitarbeitern erachtet Pawle dabei dessen Netzwerk, das von Beratungsstellen und den Kommunen im Landkreis über die Jobcenter und Kammern bis hin zu Unternehmen und überregionalen Behörden reicht.

Ohne finanzielle Unterstützung sei die Arbeit allerdings nicht zu stemmen, wie Neu deutlich machte. Ein Problem, das Schatzmeister Erich Schlarb ebenfalls aufgriff: „Wir sind auf Spenden angewiesen, um weiterhin hochwertige Arbeit leisten können.“

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