Deutlich mehr Geld für ÖPNV nötig

von Redaktion

Studie zur MVV-Erweiterung

Der zunehmende Individualverkehr und die mit ihm verbundenen Probleme in der Region Rosenheim gehören zu den großen Herausforderungen, auf die die Politik zukunftsweisende Antworten finden muss. Bei deren Suche verdient der Öffentliche Personennahverkehr zweifelsohne besondere Aufmerksamkeit.

Um eine echte Entlastung der vor allem betroffenen Hauptverkehrsadern in der Stadt und im Landkreis zu erreichen, muss dieser künftig insbesondere einem Anspruch gerecht werden: viel attraktiver sein als bisher. Insofern ist es begrüßenswert, dass sich der Landkreis zur Teilnahme an einer Studie entschlossen hat, die wichtige Rahmenbedingungen für das Erreichen eines solchen Zieles absteckt. Mit ihr allein ist es nicht getan, sie kann nur ein erster Schritt sein.

Wer Verkehrswende ernst meint, der muss viel mehr Geld als bisher für die Neujustierung entscheidender Stellschrauben an der Infrastruktur und der Tarifgestaltung in die Hand nehmen. Das gilt nicht nur für Bund und Land. Um überzeugend zu sein, sollte der Kreistag bereits bei der Aufstellung des nächsten Kreishaushaltes einen zweiten mutigen Schritt wagen und den Etatansatz für den ÖPNV deutlich erhöhen – auch wenn das Geld hierfür zunächst vielleicht nur als zweckgebundene Rücklage dienen kann.

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