Rosenheim/Wien – Die Bayerische Oberlandbahn kooperiert nun doch nicht mit der österreichischen Westbahn. „Das Projekt ist beerdigt“, sagt ein BOB-Sprecher. Die BOB hatte im vergangenen Jahr angekündigt, sie werde ihre Meridian-Züge bis Wien fahren lassen. Im Gegenzug sollte die private Westbahn dreimal am Tag bis München fahren. Derzeit enden die Züge in Salzburg. Der Start war für April dieses Jahres angekündigt, wurde zunächst verschoben und jetzt abgesagt. Mit ihrer Kooperation hätten BOB und Westbahn die österreichische ÖBB und die Deutsche Bahn herausgefordert, die die Verbindung München-Wien derzeit als einzige anbieten.
Doch die Kooperation sei durch verschiedene Hemmnisse behindert worden, so der BOB-Sprecher. Unter anderem hatten die Meridian-Züge keine Zulassung für das österreichische Bahnnetz. Zudem steckt die Westbahn in finanziellen Schwierigkeiten. Die vergangenen acht Jahre waren „von hohen Verlusten und laufendem Bedarf an frischem Kapital geprägt“, teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. DIRK WALTER