Miesbach/Rosenheim – Die heimischen Leader-Regionen haben sich jetzt auf der Leader-Konferenz Oberbayern Süd in Miesbach präsentiert. In Anwesenheit von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber und der Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner, waren 300 Vertreter von Vereinen, Gemeinden und Projektträgern aus Südbayern zusammengetroffen, um Erfahrungen mit dem Leader-Förderprogramm auszutauschen. Mit einer Auswahl an Projekten wurde gezeigt, welche Bandbreite gefördert werden kann.
Auch die Leader-Gruppen aus dem Landkreis Traunstein „Chiemgauer Alpen“ und „Traun-Alz-Salzach“ sowie die Gemeinden aus den Kreisen Traunstein und Rosenheim, die in der Leader-Gruppe „Chiemgauer Seenplatte“ vereint sind, stellten beispielhafte Projekte vor.
Aus der LAG Chiemgauer-Seenplatte stellte beispielsweise Andreas Wimmer als Vorsitzender der Musikkapelle Nußdorf den mit Leader-Geldern geförderten Musikproberaum der Musikkapelle Nußdorf vor. Beispielhaft sei dabei die gute Zusammenarbeit der Gemeinde Nußdorf – sie stellte den Raum im Rohbauzustand und einen finanziellen Zuschuss bereit – und der Musikapelle Nußdorf gewesen. Ebenso hervorragend sei der hohe Einsatz der Musikkapelle gewesen, die die Planung vorangetrieben, Geldmittel beschafft und viele handwerkliche Arbeiten umgesetzt habe.
Die Leader-Akteure aus den Regionen machten klar, dass einerseits Bedarf an einer Aufstockung des Förderbudgets bestehe, andererseits der administrative Aufwand verringert werden solle. Ministerin Kaniber zeigte sich „beeindruckt von den Projekten und dem Engagement der vielen Akteure“. Sie kündigte an, dass den Leader-Regionen entlang des Alpenrands heuer und 2020 zusätzliche Fördermittel zur Umsetzung von Projekten im Rahmen der Alpenstrategie zur Verfügung gestellt werden sollen. Inge Graichen