Rosenheim – Es ist eine Erfolgsgeschichte an der Technischen Hochschule (TH) Rosenheim, die jetzt ausgiebig gefeiert wurde: der Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik feiert sein zehnjähriges Bestehen.
Die Idee zur Schaffung des interdisziplinären Studiengangs Wirtschaftsinformatik entstand 2005, der Hochschulsenat genehmigte den Studiengang im November 2007 und im Februar 2008 auch Bayerns Wissenschaftsministerium. Ein halbes Jahr später schrieben sich die ersten Studierenden ein. Bisher schlossen 248 junge Menschen ihr Wirtschaftsinformatik-Studium in Rosenheim ab, knapp jeder Dritte nahm im Anschluss daran ein Masterstudium auf.
Zu Beginn wurde der Studiengang als Kooperation zwischen der Fakultät für Informatik und der Fakultät für Betriebswirtschaft konzipiert und vier Jahre lang im Schulterschluss durchgeführt. So warb der Studiengang auf seinem ersten Flyer noch mit dem Slogan: „Informatik + Betriebswirtschaft = Zukunft hoch zwei“. Inhaltlich hat sich daran nichts geändert, seit 2012 verwaltet und organisiert aber ausschließlich die Fakultät für Informatik den Studiengang. Dieser wird seitdem von Prof. Dr. Claudia Förster geleitet.
Ehemalige und aktuelle Professoren sowie Studierende präsentierten während der Feier ihren Werdegang. Sie zeigten dabei die Vielfalt und die praxisbezogene Ausrichtung des Studiengangs und dessen Berufsaussichten. Wie fließend der Übergang vom Studium zum Beruf aufgrund von Praktika, des obligatorischen Praxissemesters und einer Werkstudentenstelle verlief, erzählte Katharina Stief. Heute arbeitet die TH-Absolventin als DataWarehouse-Entwicklerin beim Modelabel Marc O’Polo. „Ich profitiere noch immer von den zusätzlichen Skills, wie Kommunikation, Projektmanagement oder Präsentation, die an der TH Rosenheim neben den normalen Veranstaltungen regelmäßig gefordert sind“, erläuterte Stief.
Für sie waren die Heimatnähe und das „bereits bei den Informationsveranstaltungen vorhandene familiäre Klima“ ausschlaggebend für ein Studium der Wirtschaftsinformatik in Rosenheim. Anton Spöck pflichtete ihr bei: Entscheidend für ihn sei die Empfehlung eines ehemaligen Informatikstudenten gewesen, der neben der familiären Atmosphäre von der hohen Qualität der Ausbildung berichtet habe.
Persönlicher
Umgang
Spöck gründete nach seinem Abschluss mit ehemaligen Kommilitonen das IT-Start-up InnFactory GmbH. „Die TH hat die optimale Größe“, hob er hervor. „Die Professoren kennen ihre Studenten noch persönlich und man weiß meist schon im vierten Semester, bei wem man seine Abschlussarbeit schreiben will.“ Trotzdem habe die Hochschule genügend Kontakte in die Wirtschaft und ins Ausland, um weitere Einblicke in Unternehmen und Forschungsprojekte zu ermöglichen. Ein wesentliches Merkmal des Studiengangs sind praxisnahe Projekte, die in den höheren Semestern in Zusammenarbeit mit Unternehmen stattfinden. „Wer für die IT brennt, ist in der Fakultät für Informatik bestens aufgehoben“, so Spöck.
Maximilian Krautbauer, der beim Softwareunternehmen Tegos GmbH arbeitet, betonte mit Blick sowohl auf Studieninteressierte als auch die jetzigen Studierenden: „In der Region gibt es viele Unternehmen, die in der Softwarebranche tätig sind und Werkstudentenplätze anbieten.“ Auch er schwärmte vom familiären Umgang und einer kollegialen Atmosphäre speziell im Studiengang Wirtschaftsinformatik, das zu guten Leistungen animiere. „Darüber hinaus werden viele Kontakte geknüpft, die durch die Regionalität lange über das Studium hinaus aktiv sind – nicht nur beruflich!“