Rosenheim – Die Grundsäulen sind seit Jahren unverändert und haben sich durchaus bewährt. Gemütlich, sicher und familienfreundlich soll die Wiesn auch heuer sein. Daran festzuhalten, ist für Klaus Hertreiter ein ungeschriebenes Gesetz. Er koordiniert einmal mehr im Auftrag des WV die Großveranstaltung, die am Samstag, 31. August, beginnt und bis einschließlich Sonntag, 15. September, dauert.
Um dem hohen Anspruch gerecht zu werden, greifen vor allem bei der Stadt Rosenheim, der Polizei und dem Veranstalter viele Zahnräder ineinander. Ergebnis ist unter anderem ein fein abgestimmtes Sicherheitskonzept, dessen Grundzüge Leitender Polizeidirektor Richard Gröger vom Polizeipräsidium Oberbayern Ost am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Rosenheimer WV-Büro vorstellte. Auch dieses Konzept fußt im Wesentlichen auf Bewährtem. Dazu gehören die Wiesnwache, Videoüberwachung, Kanalisierung der Besucherströme, Taschenkontrollen in Zusammenarbeit mit einem privaten Sicherheitsdienst und die Beibehaltung von Betonwänden, um Schutz vor Amokfahrten zu bieten. Eine konkrete Anschlagsgefahr für das Herbstfest gebe es nicht, dennoch hat die Polizei ihr Konzept laut Gröger im Vergleich zum Vorjahr „noch etwas verfeinert“. So wurde beispielsweise die Zahl der Videokameras, mit deren Hilfe das Geschehen auf der Loretowiese überwacht wird, von sechs auf acht erhöht. Eng abgestimmt ist wiederum auch die Zusammenarbeit mit der Bundespolizei, die vor allem auf den Bahnhof und dessen Umfeld ein Auge wirft.
Ohne die Bierburgen sind heuer 67 Fahrgeschäfte und Standbetreiber auf dem Herbstfest vertreten. Sie wurden aus 557 Bewerbungen ausgewählt, die laut Hertreiter beim Herbstfestausschuss eingingen. Nicht mehr vertreten sind das Knusperhäuschen am Haupteingang – der Betreiber ist verstorben – und der Mandelstand in der Flötzingergasse. Dafür gibt es nach ein paar Jahren Pause wieder ein Kasperltheater. „Wir freuen uns darüber sehr“, sagte der Wiesnmanager.
Eine Neuerung gibt es auch mit Blick auf die Busparkplätze. Nicht zuletzt deshalb, weil der Schulbeginn heuer in die Wiesnzeit fällt, dürfen Busse an der Ebersberger Straße nicht mehr abgestellt werden. Alternative Standplätze – ein knappes Dutzend an der Zahl – werden für Vereins- und Reisebusse jetzt in der Rechenauer- und der Prinzregentenstraße angeboten.
Eröffnet wird das Herbstfest am 31. August mit dem traditionellen Wiesnaufzug, der sich um 11 Uhr in der Bahnhofstraße in Bewegung setzt. Die Erntedankprozession zur Halbzeit des Herbstfestes am Sonntag, 8. September, zählt einmal mehr zu den Höhepunkten der Herbstfestzeit. Der Gottesdienst im Mangfallpark Süd beginnt um 10 Uhr (bei schlechtem Wetter bereits um 9.30 Uhr in der Nikolauskirche). Am Dienstag, 10. September, beginnt um 9.30 Uhr der Schausteller-Gottesdienst in der Klosterkirche. Am Donnerstag, 12. September, wird um 21 Uhr das traditionelle Feuerwerk abgebrannt, das den Nachthimmel erhellt.