Rosenheim – Knapp ein Jahr nach Baubeginn hat der Landkreis Rosenheim jetzt Richtfest für den Erweiterungsbau in der Wittelsbacherstraße 55 in Rosenheim gefeiert. Vor dem Richtspruch von Techniker Christian Pollerspöck wartete der stellvertretende Landrat Josef Huber mit einer Überraschung auf. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird nicht das Kreisjugendamt in das Gebäude einziehen.
Mehr Platz für Jugend- und Sozialbereich
„Angesichts der Entwicklung im Jugend- und Sozialbereich wäre das Gebäude schon wieder zu klein“, sagte Huber. Auf das Kreisjugendamt kommen weitere Aufgaben zu, was mehr Personal und mehr Platzbedarf bedeutet. „Das Jugendamt bleibt deshalb im Hauptgebäude.“
Laut Huber ist noch offen, wer stattdessen die sanierten Büroräume beziehen wird. Der stellvertretende Landrat kündigte zudem an, dass auch das Hauptgebäude saniert wird. Zum Schluss meinte Huber: „Ich hoffe, dass die Bauarbeiten unfallfrei weitergehen und ich freue mich auf die Einwei-hung.“
Die wird aller Voraussicht nach noch in der laufenden Amtsperiode stattfinden können, denn zeitlich und finanziell liegen die Bauarbeiten im Zeitplan. Im März oder April 2020 werden die Mitarbeiter einziehen können. Auch die Kosten in Höhe von rund 15 Millionen Euro werden, nach jetzigem Stand, nach Angaben der Behörde nicht überschritten.
Zu den Gästen des Richtfestes gehörte auch Landrat Wolfgang Berthaler, der erstmals seit seinem Sturz vor über einem Jahr in seinen Amtssitz zurückkehrte. Berthaler sprach von einem „ergreifenden Moment“ und bedankte sich bei seiner Frau Edith und seinem Stellvertreter Josef Huber.
In seiner Ansprache erinnerte Berthaler an die fehlenden Arbeitsplätze und die ausgelagerten Mitarbeiter, die er bei seinem Amtsantritt vorgefunden habe. Ein neues Verwaltungsgebäude wurde gebaut, ein bestehendes wird erweitert und generalsaniert und im Anschluss wird das Hauptgebäude saniert. „Wenn alles runderneuert ist, in vier bis fünf Jahren, dann werden wir hier einen tollen Standort haben“, sagte Berthaler. Auch zu seiner persönlichen Situation nahm er Stellung: „Ich bemühe mich, den Weg zurückzufinden.“
Um eine Etage aufgestockt
Das Verwaltungsgebäude wurde in Richtung Osten um etwa 12,5 Meter erweitert und auf der gesamten Länge um eine Etage aufgestockt. Dadurch konnte die Zahl der zur Verfügung stehenden Arbeitsplätze mit 150 nahezu verdoppelt werden. Das komplette Bauwerk wird barrierefrei erschlossen. Mit einem offenen Verbindungsbau wird das sanierte und erweiterte Gebäude an das bestehende an der Wittelsbacherstraße 53 angebunden.