Alles für eine sichere Wiesn

von Redaktion

Polizei bereitet sich seit Monaten vor – Besuchertipps fürs Herbstfest

Rosenheim – Das Rosenheimer Herbstfest gilt als Familienwiesn. Damit das auch heuer so bleibt, bereiten sich Polizei, Wirtschaftlicher Verband (WV) als Veranstalter und Stadt seit Monaten auf das Großereignis vor. Erhöhte Polizeipräsenz, Body- und Videokameras, Taschenkontrollen, Sprengstoffhunde, ein Zaun und Stichkontrollen, aber kein pauschales Rucksack- oder Taschenverbot – das sind die tragenden Säulen des Sicherheitskonzeptes.

Das Ziel: Den vielen friedlichen Besuchern ab Samstag, 31. August, 16 unbeschwerte Wiesn-Tage ermöglichen und die wenigen Störenfriede, die sich daneben benehmen, rasch aus dem Herbstfesttrubel ziehen.

Turbulente Zeit

für Einsatzkräfte

Eine Million Besucher werden 2019 wieder erwartet. Damit beginnt für die Einsatzkräfte der Polizei eine turbulente Zeit. „Aber wir sind gut vorbereitet“, verspricht der Rosenheimer Inspektionschef Volker Klarner, der wie in den beiden Vorjahren die Einsatzleitung übernimmt – diesmal gemeinsam mit seinem neuen Stellvertreter, Polizeirat Johann Brumbauer.

Das Führungstandem setzt auch 2019 auf eine erhöhte Polizeipräsenz mit uniformierten und zivilen Beamten auf der Loretowiese und im Umfeld. Inspektionsbeamte, Bundes-, Bereitschafts- und Verkehrspolizei, Einsatzzüge des Präsidiums, Diensthundeführer, Reitergruppe und Kollegen aus Tirol ziehen dabei an einem Strang. Auf ihren Streifenrunden kann man die Polizisten jederzeit ansprechen und um Hilfe bitten.

In Zeiten des weltweiten Terrors ist auch dies nicht neu: Täglich durchsuchen Sprengstoffsuchhunde Bierburgen und Festgelände. Ein Zaun soll erneut den freien Zugang zur Loretowiese verhindern. Hinzu kommen Betonsperren gegen Lkw-Anschläge an den Eingängen. Dort wird stichprobenartig kontrolliert. Ein Verbot, Taschen oder Rucksäcke mit aufs Gelände zu nehmen, gibt es auch diesmal nicht.

Die Videoüberwachung auf dem Herbstfestgelände wird heuer noch erweitert. Natürlich befinden sich auch in der Innenstadt und am Bahnhof Kameras. Die Polizeikräfte tragen wieder die „Bodycam“. Sie soll einen gefahrenabwehrenden Effekt haben und die Beweiskraft im Fall einer Strafverfolgung erhöhen.

100 Sicherheitskräfte sind zu den Spitzenzeiten auf dem Festgelände im Einsatz. An besucherstarken Tagen (Donnerstag bis Samstag) ist nachts auch die „Citystreife“ unterwegs. Sie bestreift in Zweier- oder Dreiertrupps die Innenstadt. Finanziert werden die Sicherheitskräfte von Stadt, Rosenheimer Brauereien, zahlreichen Lokal- und Imbissbetreibern und Stadtverkehr Kroiss.

So kommt man sicher durch die Wiesn

Das sind die Tipps und Appelle der Polizei an die Besucher, um Ärger und Wartezeiten zu vermeiden:

• Bitte lassen Sie größere Gepäckstücke wie Rucksäcke und Taschen zu Hause!

• Führen Sie keine gefährlichen Gegenstände mit (zum Beispiel Waffen, Messer oder Pfefferspray)!

• Die Mannsbilder in Tracht lassen den Hirschfänger zu Hause.

• Die Wiesnwache am Glückshafen, Telefon 08031/200-2250, geöffnet von 13 bis 24 Uhr, ist wieder der Anlaufpunkt für alle Fälle. Natürlich kann man sich – gerade bei verdächtigen Wahrnehmungen – jederzeit auch unter Notruf 110 direkt mit der Einsatzzentrale im Polizeipräsidium in Verbindung zu setzen.

• Kommt ein Störenfried daher, sollte man einem Streit aus dem Weg gehen, sich nicht provozieren lassen und gegebenenfalls an die Wiesnwache wenden.

• Wer Alkohol trinkt, sollte sein Auto stehen lassen und die Heimfahrt schon vorm Wiesn-Besuch organisieren. Achtung: Auch mit dem Fahrrad ist man nicht ganz „aus dem Schneider“.

• Lassen Sie die Masskrüge in den Bierburgen! Wer sie mit nach draußen nimmt, riskiert eine Anzeige wegen Diebstahls.

• Legen Sie keine Wertgegenstände, Taschen oder Handys unbeaufsichtigt ab! Dann haben es Langfinger schwer. Kein Vermögen an Bargeld mitnehmen, die Geheimnummer der EC-Karte hat man im Kopf – und nicht im Geldbeutel.

• Falschparker werden mit Strafzetteln bestraft – oder das Auto kommt gleich an den Haken. Dann wird es richtig teuer. Also: Besser gleich mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommen.

• Nehmen Sie Rücksicht auf Anwohner, die ein Recht auf Nachtruhe haben. Müll sollte man in Tonnen und Eimer werfen – und nicht in Vorgärten. „Wildbiesler“ haben dort ebenfalls nichts verloren. „Die zusätzlichen WC-Container sollten für Sauberkeit und Hygiene sorgen“, hofft Donat Steindlmüller vom Ordnungsamt. Sie sind bis 24 Uhr mit einer Reinigungskraft besetzt. „Wildbieslern“ droht ein Bußgeld von 100 Euro plus 25 Euro Verwaltungsgebühr.

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