Erlebbare Baugeschichte

von Redaktion

„Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 8. September

Rosenheim – Im Landkreis Rosenheim steht der „Tag des offenen Denkmals“ am kommenden Sonntag, 8. September, ganz im Zeichen von Baugeschichte. Das 100. Jubiläum des Bauhauses ist Anlass, sich revolutionäre Ideen und technische Fortschritte anzuschauen, verbunden mit der Frage, wie sie Kunst- und Baustile beeinflussten und veränderten. Den Besuchern bieten sich unter dem Titel „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ seltene Gelegenheiten für einen Blick hinter die Kulissen zahlreicher Bauwerke. Ein Überblick über das Angebot:

Bernau

Fischerhof: Der sogenannte Fischerhof an der Irschener Straße 2, erbaut 1839 als Einfirsthof mit angebautem Stall und Tenne, entspricht von seiner Bauweise her der Bauernhaustypologie im Chiemgau. Im Zuge der Sanierung wurden im Stall und der darüberliegenden Tenne Wohnungen integriert.

» Führungen um 10 und 11 Uhr, Treffpunkt vor dem Haus

Bruckmühl

Ehemaliges Jugendheim der Tuchfabrik Hinrichssegen: Ein Bauwerk am Heimatweg 53 aus dem Jahr 1949/1950 im Architekturstil der Bauhaus-Nachfolge. Bis auf Details ist das Haus noch im ursprünglichen Erscheinungsbild.

» Geöffnet von 14.30 bis 18 Uhr, Ausstellung zur Entstehung. Vortrag um 15 Uhr, danach Führungen

Kolbermoor

Bahnhofsgebäude: Das um 1860 errichtete Bahnhofsgebäude an der Bahnhofstraße wird nach seiner Komplettsanierung, die seit 2016 läuft, zum Tag des offenen Denkmals offiziell wiedereröffnet.

» Geöffnet von 11 bis 17 Uhr, Führungen nach Bedarf

Maitenbeth

Alte Post: Das Bauernhaus mit Blockbau-Obergeschoss, Traufschrot und Hochlaube am Kirchplatz 7 wurde in der Barockzeit gebaut. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde an das Gebäude ein Wirtschaftsanbau angeschlossen.

» Geöffnet von 9 bis 18 Uhr, Führungen um 9, 10.30, 13, 16 und 17.30 Uhr sowie Kinderführung um 14.30 Uhr. Voranmeldungen bei Ester Heiß, Telefonnummer 08076/916618

Nußdorf

Elektrizitäts- und Sägewerk Adamer: Wolfgang Adamer brachte als Neubürger Ende des 19. Jahrhunderst die Moderne in Form von Turbinen und Elektrizität nach Nußdorf an die Brannenburger Straße.

» Geöffnet zu den Programmpunkten, Führung 9.30 Uhr. Treffpunkt am Sägewerk Adamer

Oberaudorf

Auferstehungskirche: Das evangelisch-lutherische Gemeindezentrum an der Bad-Trißl-Straße 33a, das um einen annähernd quadratischen Kirchhof angelegt ist, ist ein typischer Bau der Nachkriegsmoderne. Im Zentrum steht die Auferstehungskirche mit Saalraum und integriertem Gemeinderaum.

» Geöffnet von 10 bis 17 Uhr, 10.30 Uhr Gottesdienst, 11.30 Uhr Führung

Audorfer Museum im Burgtor: Ursprünglich Straßensperre und Mautstelle, beherbergt das spätmittelalterliche Burgtor seit 1971 das Audorfer Museum, das insbesondere die Geschichte der 1745 zerstörten Auerburg und die Historie der bayerischen Gebirgsschützen darstellt.

» Geöffnet von 14 bis 18 Uhr

Riedering

Pfarrkirche St. Rupert Söllhuben: Am letzten Bauwerk des Barockbaumeisters Johann Michael Fischer an der Endorfer Straße 18 im Riederinger Ortsteil Söllhuben ist der Übergang zum Rokoko bereits zu erkennen. Der Raum ist als Zentralbau und als ungleichseitiges Oktogon gestaltet.

» Geöffnet von 13 bis 17 Uhr, Führungen 14 und 16 Uhr

Rosenheim

Pfarrkirche Christkönig: Die katholische Kirche am Kardinal-Faulhaber-Platz 8 wurde 1928/29 im Stil der Neuen Sachlichkeit erbaut.

» Geöffnet zu den Programmpunkten, Führung 14 Uhr. Bei gutem Wetter besteht die Möglichkeit, den Turm zu besteigen

Holztechnisches Museum: Das Museum am Max-Josefs-Platz 4 ist im denkmalgeschützten Ellmaierhaus untergebracht und zeigt auf seinen 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche die Vielfalt des Werkstoffs Holz.

» Geöffnet von 13 bis 17 Uhr, Speicherführung um 15 Uhr

Stadtführung: Die Rosenheimer Innenstadt lässt sich bei einer Führung zwischen Aufbruch und Moderne entdecken.

» Führung um 12 Uhr, Treffpunkt Mittertor

Inn-Museum: Der historische Bruckbaustadel an der Innstraße 74, errichtet im 17. Jahrhundert, beherbergt seit 1986 das Museum mit den Schwerpunkten Inn-Schifffahrt, Schiffbau und Handwerk, Wasserbau und vielen Infos zum Inn.

» Geöffnet von 10 bis 16 Uhr, Museumsführung um 14 Uhr

Ehemalige Papierfabrik Niedermayer: Nachdem die ehemalige Papierwarenfabrik, die 1912 nach den Plänen von David Schray an der Brückenstraße errichtet worden war, lange Zeit leer stand, wurde das Bauwerk jetzt umfassend saniert.

» Führung um 10 Uhr, Treffpunkt vor dem Gebäude

Wasserburg

Stadtpfarrkirche St. Jakobus der Ältere: 1410 bis 1478 von Hans Stethaimer, Stephan Krummenauer und Wolfgang Wieser erbaut, erhielt die katholische Kirche von 1879 bis 1880 eine Umgestaltung im Stil der Neugotik.

» Führungen mit Turmbesteigung 12 und 14 Uhr, Treffpunkt Nordportal. Je Führung maximal zehn Personen. Anmeldung erforderlich bei Franziska Honer, Telefon 08071/925290

Denkmal-Rallye für Kinder und Familien in der Altstadt: Rund 240 Baudenkmäler sind in Wasserburg zu finden – eine Auswahl lernen Teilnehmer der Denkmal-Rallye für Kinder und Familien kennen. Auf die erfolgreichen Entdecker wartet an der Museumskasse eine Belohnung.

» Unterlagen für die Denkmal-Rallye werden an der Museumskasse an der Herrengasse 15 zwischen 13 und 17 Uhr ausgegeben

Rathaus: Der spätgotische Bau, der von 1457 bis 1459 anstelle eines früheren Baus am Marienplatz entstand, orientierte sich an Funktionen und Aufgaben der damaligen Stadtverwaltung. Der große Rathaussaal wird heute für Konzerte genutzt.

» Führungen um 11 und 16 Uhr, Treffpunkt vor dem Rathaus

Brucktorensemble: Das Heiliggeist-Spital mit Kirche und dem Pensionat II, das mit zwei Bürgerhäusern verbunden ist, bildet mit dem Stadttor seit dem 14. Jahrhundert den südlichen Stadteingang nach Wasserburg. Seit 2016 befindet sich im ehemaligen Spital die Sammlung Wasserburg aus fünf Jahrhunderten.

» Geöffnet von 13 bis 17 Uhr, Vortrag zur Sammlung um 14.30 und 15 Uhr, Führungen 14.30 und 15 Uhr, Treffpunkt im Foyer der Sammlung

Stadtführung „Die Stadtmauern Wasserburgs“: Unter dem Titel „Bewehrt und befestigt“ entführt die Tour zu den Stadtmauern, die heute nur noch den Rest eines ehemaligen Wehrgürtels bilden. Auf dem Programm steht unter anderem die Besichtigung der Zwerchmauer und des ehemaligen Pulverturms.

» Führungen um 10 und 14 Uhr, Treffpunkt vor dem Stadtarchiv

Wasserhochbehälter am Fröschlanger: Einblicke in die Wasserversorgung der Stadt sowie Führung zum historischen Wasserhochbehälter aus dem Jahr 1888.

» Führung um 11 und 13 Uhr, Treffpunkt am Skaterplatz des Badria-Parkplatzes

Ausführliche Infos

zum „Tag des

offenen Denkmals“ und den Programmen: www.tag-des-offenen-

Denkmals.de

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