Rosenheim – Die Qualität auf Bayerns Schienen macht weiterhin gute Fortschritte: Auf einer Skala von -100 bis +100 Punkten erzielten die bayerischen Regionalzüge im ersten Halbjahr 2019 im landesweiten Durchschnitt 36,50 Punkten. Einen erheblichen Punkteverlust musste allerdings der Meridian hinnehmen: Er war im ersten Halbjahr nur noch mit 18,52 Punkten unterwegs, verlor gegenüber dem Jahresranking 2018 insgesamt 17,28 Punkte und reiht sich nunmehr auf Platz 21 im unteren Mittelfeld ein.
Dieses Ergebnis dokumentiert die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Schienenpersonennahverkehr im Freistaat plant, finanziert und kontrolliert, in ihrem Halbjahresranking mit Stichtag 30. Juni.
Offene und
verdeckte Tests
Insgesamt wurden im Berichtszeitraum 31 Netze im Qualitätsmesssystem der BEG erfasst. Im Jahresranking für 2018 lag der Durchschnittswert von 29 bewerteten Netzen noch bei 28,68 Punkten. Die Qualitätsmessungen erfolgen mit offenen und verdeckten Tests durch unabhängige Testpersonen sowie mittels Fahrgastbefragungen.
Zu den beurteilten Kriterien zählen beispielsweise die Sauberkeit der Fahrzeuge, die Fahrgastinformation sowie die Service- und Kundenorientierung. Bis zur Jahresmitte liegt eine Teilstichprobe vor; die Werte können im weiteren Jahresverlauf noch schwanken. Die Pünktlichkeitswerte fließen nicht in das Qualitätsranking ein; sie werden in einem gesonderten Messsystem erfasst.
„Das Qualitätsniveau im bayerischen Regionalverkehr steigt kontinuierlich an. Wenn nahezu 90 Prozent der Netzbetreiber die hohen Qualitätsanforderungen der BEG erfüllen, ist das eine gute Nachricht für die Fahrgäste“, sagt Thomas Prechtl, Sprecher der Geschäftsführung der BEG. „Schließlich entscheidet auch die Qualität darüber, wie zufrieden die Fahrgäste mit dem Angebot im Bahnland Bayern sind. Unsere Qualitätsmessungen sind dafür ein wichtiger Gradmesser. Wir machen die Verkehrsleistungen vergleichbar und schaffen zusätzlich über Bonus- beziehungsweise Strafzahlungen Anreize für die Verkehrsunternehmen, permanent an ihrer Angebotsqualität zu arbeiten. Mehr Qualität auf der Schiene macht das Bahnfahren für die Fahrgäste jedenfalls umso attraktiver.“
Linienstern Mühldorf auf Platz 13
27 von 31 Netzen landeten im ersten Halbjahr 2019 im Bonusbereich und übertrafen damit die Mindesterwartungen der BEG. Elf Netze erreichten sehr gute Werte von zum Teil deutlich mehr als 50 Punkten. Wie im Jahresranking 2018 setzt sich das Netz Agilis-Nord an die Spitze der Tabelle und erreicht 99,48 von 100 möglichen Punkten (Jahresranking 2018: 94,66 Punkte). Platz zwei geht mit 93,93 Punkten an das Netz Kissinger Stern (2018: 86,49 Punkte). 83,83 Punkte bringen das Netz Kahlgrund auf Platz drei (2018: 81,90 Punkte). Das Netz Linienstern Mühldorf hat mit einem Plus von 24,39 Punkten den 13. Platz des Rankings ergattert. Das Qualitätsranking sowie alle Jahreswerte seit 2008 sind unter www.beg-qualitaetsranking.de zu finden.