Rosenheim – Der erste Wiesnsonntag war nach Angaben der Polizei ein eher ruhiger Arbeitstag für die Beamten der Wiesnwache. Die gelöste und „gmiatliche“ Stimmung wurde nur von einigen Wenigen gestört, so dass sich die Polizei nach den ersten Festtagen sehr zufrieden mit dem friedlichen Auftakt zeigt.
Wiesn-Streiflichter heute auf Seite 32
Nicht sehr süß fand die Betreiberin einer französischen Imbissbude einen bislang unbekannten Wiesngast am späten Sonntagabend. An dem Verkaufstand wird eine süße Form eines bretonischen Eierkuchens, gerne verfeinert mit einer noch viel süßeren Nuss-Nougat-Creme, angeboten. Genau ein Glas dieser Nuss-Nougat-Creme war das Ziel eines jungen Burschen, der sich schnell so ein Gläschen schnappte und sofort davonlief. Verfolgt durch den Sicherheitsdienst musste er dann jedoch „Ballast“ in Form der Beute abwerfen, konnte jedoch unerkannt entwischen. Das Glas mit dem leckeren Brotaufstrich ging dabei leider zu Bruch.
Völlig daneben verhielt sich eine 27-jährige Frau aus dem Kreis Rosenheim. Die betrunkene Dame hatte ihre Tochter (7) mit aufs Herbstfest gebracht, konnte sich jedoch aufgrund ihrer Alkoholisierung nicht mehr wirklich um das kleine Mädchen kümmern.
Nicht ganz so einverstanden war zudem laut Polizei ein 27-jähriger Rosenheimer mit den Kochkünsten eines Imbisstandes kurz vor 12.30 Uhr. Der mit zwei Promille „ausgestattete“ Herr echauffierte sich derartig über eine zuvor erworbene Leckerei und pöbelte vorbeigehende Gäste und das Imbisspersonal massiv an. Doch damit noch nicht genug: Zum krönenden Abschluss seiner Entrüstung warf er die belegte Semmel mit voller Wucht wieder zurück in den Verkaufsstand.
Die Folgen sind klar. Wer in dem Zustand und in derartiger Form das Dosenwerfen mit einer Imbissbude verwechselt, kassiert ein Wiesnverbot und eine kostenpflichtige Ausnüchterung in der Polizeizelle.