„Mia woins ned langsam, sondern schnäi“: Der Klassiker aus der Feder von Isar-Indianer Willy Michl bewegt auch 2019 das Wiesnvolk. Doch wenn die Blaskapellen auf dem Herbstfest das Bobfahrerlied anstimmen, geht’s nicht rauf auf die Bänke, sondern runter auf den Hosenboden – so wie hier im Flötzinger-Festzelt. Ein flatterndes Dirndlgwand könnte bei dem Zeltspaß natürlich wertvolle Tausendstel (Sekunden, nicht Promille) kosten. Deshalb ist es nur logisch, dass die meisten Bobfahrerinnen den Trachtenstoff nach oben schieben. So geht es in der Regel beinfrei in den Eiskanal – für die Mannsbilder an der Strecke durchaus reizvoll. Für nicht bobfahrende Passanten und die Bedienungen ist es manchmal eine Herausforderung, den mit jedem Takt länger werdenden Sitzpolonaisen nicht in die Quere zu kommen. Doch laut Polizei ist noch niemand über den Haufen gefahren worden. Deshalb wird – vorerst zumindest – auch von der Einführung der Helmpflicht abgesehen. Foto stuffer