Rosenheim – Seit Aufnahme des Betriebs im Schuljahr 2013/14 gewährt der Landkreis Rosenheim jährlich als freiwillige Leistung einen Zuschuss in Höhe von 25000 Euro für die Beförderung der Kinder in die private Grundschule Oberaudorf-Inntal. Mit einem einstimmigen Beschluss hat der Kreisausschuss jetzt einer Verlängerung dieser Praxis bis zum Ende des Schuljahres 2022/23 zugestimmt. Stellvertretender Landrat Josef Huber (CSU) nannte die Schule, der eine Heilpädagogische Tagesstätte für Kinder mit Behinderungen angeschlossen ist, ein „wichtiges Angebot“ und erinnerte an die aufwendige Beförderung der Schüler. Teilweise müsse der Transport auch mit Kleinbussen erfolgen, die für Rollstuhlfahrer geeignet sind. Die Kosten könnten durch die staatliche Förderung alleine nicht abgedeckt werden.
Ulrich Sedlbauer, Geschäftsleitender Beamter des Landratsamtes, verwies auf den guten Ruf der Schule und die Tatsache, dass sie gar nicht alle Schüler aufnehmen könne, die sie besuchen wollen. Sie biete für Kinder mit Behinderungen eine „optimale Beschulung durch speziell ausgebildete Lehrkräfte“, geht aus einer Stellungnahme der Verwaltung der Grund für das große Interesse der Eltern hervor.
CSU-Fraktionssprecher Felix Schwaller, zugleich Bürgermeister von Bad Aibling, merkte an, dass sich auch die Gemeinden, aus denen die in Oberaudorf zur Schule gehenden Kinder stammen, an den Fahrtkosten beteiligen. Die Stadt Bad Aibling beispielsweise habe hierfür zuletzt 7800 Euro im Jahr ausgegeben. Er ist überzeugt, dass diese Kosten weiter steigen, und empfahl, der Landkreis-Beteiligung zuzustimmen. Mit Erfolg. „Wenn sich der Kreis solidarisch erklärt, ist das lobenswert“, so Schwaller.tt