Rosenheim – Die Rosenheimer Polizei zeigt sich nach eigenen Angaben recht zufrieden mit dem Verlauf der ersten Festwoche. Das mittlere Wochenende bereitete der Polizei erwartungsgemäß die bislang einsatzreichsten Tage. Unter anderem ein Radldieb, Jointraucher und ein paar übermäßig alkoholisierte Streithanseln hielten die Einsatzkräfte ein wenig in Atem. Doch mit vereinten Kräften konnte die Lage schnell beruhigt werden.
Die Beamten staunten nicht schlecht, als sie am Freitagnachmittag gegen 16 Uhr zwei 32-jährige Österreicher entdeckten: Völlig entspannt standen die Beiden vor dem Haupteingang und rauchten einen Joint. Die Folge: Der Joint wurde sichergestellt. Es folgte eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Mitarbeitern der Rosenheimer Sicherheitswacht fielen gegen 18.30 beziehungsweise 19.15 Uhr im Stadtgebiet zwei „Souvenirjäger“ auf. Ein mit über zwei Promille „gestärkter“ 31-jähriger Münchner fand wohl ein Brotzeitmesser aus einem Schankbetrieb besonders schick und ließ dieses aus der hinteren Hosentasche ragen. Der obligatorische Masskrug aus genau dem gleichen Schankbetrieb war wiederum das Objekt der Begierde eines 43-jährigen Londoners. Beide mussten ihre Errungenschaften wieder abgeben. Dafür gab’s Diebstahlsanzeigen.
Ganz bestimmt nicht lustig war das Verhalten einer 27-jährigen Rosenheimerin gegen 19 Uhr im Bereich des Riesenrades. Die junge Dame zückte im Zuge einer verbalen Auseinandersetzung plötzlich ein Pfefferspray und sprühte einfach drauf los, traf jedoch glücklicherweise niemanden. Da werden auch die über ein Promille Alkohol keine Ausrede sein. Das Pfefferspray wurde ihr abgenommen. Wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt nun die Polizei.
Doch auch einem 19-jährigen Raublinger war wohl nicht geläufig, dass Waffen und gefährliche Gegenstände auf der Wiesn nichts verloren haben. Der junge Bursch fiel um 22.15 Uhr ein paar Wiesnbesuchern im Bereich des Biergartens eines Schankbetriebs auf, wie er mit einem Elektroschockgerät rumhantierte. Als ihn die dazu gerufenen Beamten der Wiesnwache kontrollieren wollten, versuchte er zu flüchten, konnte aber festgenommen und der E-Schocker sichergestellt werden. Der junge Mann mit über 1,5 Promille hatte sogar noch Glück, dass er das Gerät nicht unabsichtlich aktivierte. Denn versteckt hatte er es in seiner Unterhose.
Auch das eine oder andere Fahrrad wechselte bereits unfreiwillig den Besitzer. Aus diesem Grund legt die Rosenheimer Polizei auch darauf ein besonderes Augenmerk. Beamten fiel in dem Zusammenhang am Samstag gegen 22.30 Uhr ein Rosenheimer (31) im Bereich des Haupteingangs auf. Der junge Mann wurde dabei beobachtet, wie er sich verdächtig um dort abgestellte Fahrräder „kümmerte“. Bei der wenig später durchgeführten Kontrolle beschäftigte sich der Radldieb gerade mit seiner bisherigen Beute: drei gestohlenen Fahrräder. Der Rosenheimer wurde vorläufig festgenommen.