Tuntenhausen – Die schrecklichen Erinnerungen an den Raubüberfall 2012 lassen Tuntenhausens Pfarrer Amit Sinha Roy nicht los. Auf eigenen Wunsch verlässt er deshalb den Pfarrverband Tuntenhausen-Schönau und will neu anfangen. Zu belastend sind die Schatten der Vergangenheit. Damals wurde der Geistliche mitten in der Nacht von zwei maskierten Räubern im Pfarrhaus geweckt, mit einem Brecheisen bedroht und mit Kabelbinder an die Heizung gefesselt (wir berichteten). „Wir haben das Versetzungsgesuch von Pfarrer Amit Sinha Roy erhalten“, bestätigte Bettina Göbner, Pressesprecherin im Erzbischöflichen Ordinariat München-Freising, auf Nachfrage unserer Zeitung.
Vor knapp sieben Jahren half ihm die Trauma-Ambulanz in Bad Reichenhall. Doch unter den Folgen leidet der 47-Jährige noch heute. Eine längere geplante Auszeit brachte nun die Erkenntnis. Die Zeichen werden auf Neuanfang gestellt. Es laufen Gespräche mit dem Geistlichen, ein neuer Einsatzort steht aber noch nicht fest. Über die Nachfolge Sinha Roys in Tuntenhausen ist noch nichts bekannt. Die Ausschreibung läuft dazu. Bis Sommer 2020 bleibt die Interimsleitung des Pfarrverbands in den Händen von Pfarr
administrator Bruno Bibinger.