Klarner: „An erster Stelle stand für uns zu jeder Zeit die Sicherheit“

von Redaktion

Bilanz der Polizei zum Rosenheimer Herbstfest 2019: Zahl der Körperverletzungsdelikte geht zurück – Radl beliebte Beute

Rosenheim – Eine erste Bilanz hat die Polizei zum Rosenheimer Herbstfest 2019 gezogen. Die Zahl der Körperverletzungsdelikte ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Allerdings mussten mehr Wiesnverbote ausgesprochen werden als noch 2018.

„In der Gesamtschau können wir auf eine friedliche Wiesn zurückblicken und bedanken uns bei den zahlreichen Festbesuchern für das Vertrauen in die Arbeit der Polizei. Unsere Ziele, höchstmögliche Sicherheit zu gewährleisten und das Sicherheitsgefühl der Besucherinnen und Besucher zu stärken, andererseits aber den volkstümlichen Charakter des Rosenheimer Herbstfestes zu erhalten, ist uns gut gelungen. Leider hinterließ der sexuelle Übergriff auf eine junge Frau (wie berichtet) einen dunklen Fleck. Ich kann jedoch versichern, dass wir nach wie vor alles erdenklich Mögliche dafür tun, diese Tat schnellstmöglich aufzuklären“, so Leitender Polizeidirektor Richard Gröger vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Polizeidirektor Volker Klarner, Einsatzleiter Herbstfest und Leiter der Polizeiinspektion Rosenheim, erklärt: „An erster Stelle stand für uns zu jeder Zeit die Sicherheit der Wiesnbesucher. Um dies zu gewährleisten, ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Veranstalter, den Sicherheitsbehörden sowie dem Rettungsdienst, THW und der Feuerwehr erforderlich. Wie auch in den letzten Jahren funktionierte das absolut reibungslos. Dafür möchte ich mich recht herzlich bedanken. Mein Dank gilt aber auch den Festzeltbetreibern, Schaustellern sowie den Besuchern, die für unsere Sicherheitsvorkehrungen großes Verständnis zeigten“.

Wiesnverbote – Ein Mittel zur Verhinderung von Sicherheitsstörungen und Straftaten ist das Wiesnverbot von Störenfrieden und Randalierern. Bislang 119 solcher Wiesnverbote wurden durch die Wiesnwache ausgesprochen (2018: 104). Auf die Zuwiderhandlungen folgten Anzeigen wegen Hausfriedensbruches.

Körperverletzungen – Die Zahl der Körperverletzungsdelikte mit insgesamt 35 Anzeigen blieb trotz der hohen Besucherzahlen auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie im letzten Jahr (Vorjahr 28).

Gewahrsam – Mit 37 Gewahrsamnahmen (2018: 54) bewegen sich die Arreste der überwiegend erwachsenen, männlichen Festbesucher deutlich unter dem Wert aus dem Vorjahr. „Vor allem an den Wochenenden häuften sich die Delikte, worauf konsequent die erforderlichen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr veranlasst wurden“, heißt es in der Bilanz.

Diebstahl – Bisher wurden 45 Eigentumsdelikte (2018: 28) auf dem Herbstfest zur Anzeige gebracht. Hauptsächlich Taschen, Mobiltelefone und Geldbörsen wechselten unfreiwillig den Besitzer. Ein deutlicher Anstieg war im Bereich der Fahrraddiebstähle zu verzeichnen.

Jugend – Zahlreiche Kinder und Jugendliche wurden hinsichtlich Rauchen, Drogen und Alkohol überprüft. Es wurden hier neun Verstöße festgestellt (2018: 2).

Verkehr – Der Pkw-Verkehr verlief während der gesamten Volksfestzeit, auch während der Festzüge an den ersten beiden Wochenenden, zumeist reibungslos. Bislang waren 15 Fahrzeugführer (2018: 11) mit zu hohen Alkoholwerten oder drogentypischen Ausfallerscheinungen auffällig. Volksfestbedingte Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss waren auch in diesem Jahr nicht zu verzeichnen. Ein deutlicher Rückgang ergab sich auch bei den Abschleppungen, insgesamt fünf Fahrzeuge mussten an den Haken (2018: 14).

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