Contra: Einklang statt Parolen

von Redaktion

Dem Klimawandel entschieden entgegenzuwirken, ist die größte Herausforderung der Gegenwart für die Menschheit. Auf dem Spiel steht die Zukunft dieser Erde; im Mittelpunkt die zentrale Frage, wie sie weiterhin ein Planet sein kann, der Milliarden von Menschen ihre Lebensgrundlagen sichern kann.

Um dies zu wissen, bedarf es nicht der zu einer Ikone hochstilisierten 16-jährigen Aktivistin Greta Thunberg. Und auch nicht eines mittlerweile fast schon kultähnlichen Rituals, das deutschlandweit Hunderttausende Schülerinnen und Schüler freitags auf die Straße lockt. Sie äußern lautstark ihren Unmut darüber, dass ihnen die Politik die Zukunft „klaut“.

Auch in der Region sehen mittlerweile viele die Schwedin als Hoffnungsträgerin und personifiziertes Mahnmal. Das ist einfach des Guten zu viel, auch wenn Amnesty International sie eine „Botschafterin des Gewissens“ nennt und Barack Obama ihr huldigt. Selbst der Papst überschlägt sich förmlich vor Lobhudelei auf die junge Frau.

Der 16-Jährigen ist es gelungen, gewaltig zu polarisieren. Dem Klima nutzt das alles reichlich wenig. Und es rechtfertigte schon gar nicht, wenn der Staat regelmäßiges Schulschwänzen dafür hinnähme.

Nicht Demonstrationen und einfach gestrickte Parolen bringen Fortschritte für die Umwelt. Sie mögen einen legitim erzeugten Showeffekt haben, sind aber nicht zielführend. Für Klimaschutz bedarf es als Grundlage vielmehr eines breiten gesellschaftlichen Konsens. Er kann nur dann zum Mitmachprogramm für alle werden, wenn Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen sind. Wie dies gelingen kann, davon verstehen Greta Thunberg und ihr Beraterstab reichlich wenig.

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