Kaum sind die Ferien vorbei, gehen die Klimaschützer der „Fridays for Future“-Bewegung wieder auf die Straße. Auch heute in der Region, bei zahlreichen Veranstaltungen. Bei den Gegnern ruft das Hohn und Spott bevor. Aber die Aktivisten dürfen sich davon nicht beirren lassen. Sie sollen gerade jetzt weitermachen – lauter als je zuvor.
Was müssen sich die überwiegend jungen Demonstranten nicht alles anhören? Ihr wollt nur Schule schwänzen. Geht selbst erst einmal arbeiten. Überlasst das den Profis. Verzichtet auf Eure Smartphones, auf Urlaubsreisen, auf neue Klamotten. Und überhaupt: Von Mami und Papi mit dem SUV in die Schule fahren lassen – aber für den Klimaschutz demonstrieren.
Doch all das sind keine Argumente gegen Fridays for Future. Das sind polemische Angriffe, um das berechtigte Anliegen der jungen Menschen in Verruf zu bringen. Und dieses Verhalten sagt mehr über die scharfen Kritiker der Bewegung aus, als ihnen lieb sein kann. Sie wollen weitermachen, als wäre nichts gewesen. Erderwärmung? Nach uns die Sintflut. Das ist die Haltung, die sich hinter den Attacken verbirgt.
Und deshalb ist es nicht verwunderlich, dass es die junge Generation ist, die dagegen aufbegehrt weiterzumachen, als wäre nichts. Durch Schulstreiks setzen die Jugendlichen ein spürbares Zeichen. Ihr Protest wäre nicht annähernd so wirkungsvoll, würden sie ausschließlich in ihrer Freizeit auf die Straße gehen.
Es sind die Lebensgrundlagen der Heranwachsenden, die durch unseren Umgang mit der Welt leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. Und dagegen setzen sie sich verständlicherweise zur Wehr. Genau jetzt darf der Protest nicht nachlassen. Denn er zeigt allmählich Wirkung.