Der Etat des CAT

Mehr Geld und viel Lob für den CAT

von Redaktion

Landkreis erhöht Mittel für Tourismusverband – Ausschuss: Einstimmiger Beschluss

Rosenheim – Der Landkreis Rosenheim überweist dem Tourismusverband Chiemsee Alpenland (CAT) ab dem 1. Januar nächsten Jahres mehr Geld. Der Kreisausschuss gab in seiner jüngsten Sitzung einstimmig grünes Licht dafür, den Beitrag von bisher 750000 Euro auf 850000 Euro jährlich zu erhöhen.

In dieser Summe sind nach Angaben der Verwaltung künftig auch die bislang aus dem Kreishaushalt bestrittenen Kostenbeteiligungen und Mitgliedsbeiträge im Tourismusbereich – laut Etat für das laufende Jahr eine Summe von 59800 Euro – bereits enthalten. Dadurch reduziert sich die Mehrbelastung für den Kreis auf 40200 Euro pro Jahr. Außerhalb des Etats erhielt der CAT vom Kreis bisher beispielsweise Finanzspritzen für den Druck von Broschüren oder zur Abdeckung der Kosten von Ausstellungen.

Die Neuregelung sollte ursprünglich erst Ende nächsten Jahres in Kraft treten, wurde aber auf Wunsch des CAT vorgezogen – nicht zuletzt deshalb, weil der Verband bereits seit 1. Dezember 2012 mit einer jährlichen Gesamtsumme von 1,227 Millionen Euro auskommt.

Seither seien alleine die Personalkosten um knapp 24 Prozent gestiegen, ließ die Verwaltung die Kreisräte wissen. Ihr Anteil am Gesamtetat beträgt mittlerweile 35,5 Prozent. CAT-Geschäftsführerin Christina Pfaffinger teilte dem Gremium mit, mit der Erhöhung könne der Verband einige Jahre ohne weitere Anhebung des Landkreis-Satzes leben. Die neue Vereinbarung gilt zunächst bis Ende 2023.

In der Debatte, die dem Beschluss vorausging, durfte sich der CAT über viel Lob für seine Arbeit freuen. Stellvertretender Landrat Josef Huber (CSU) nannte den Verband eine „Erfolgsgeschichte“. Auch Dr. Susanne Kustermann (Bündnis 90/Die Grünen) attestierte dem CAT, gute Arbeit zu leisten. Ihr Wunsch: Der Verband möge darauf hinarbeiten, dass die Geschäftsstelle am Chiemsee-Ufer in Felden auch am Wochenende geöffnet hat.

In diesem Punkt mahnte CSU-Fraktionssprecher Felix Schwaller allerdings zur Zurückhaltung. „Da müssten sich die umliegenden Gemeinden um die Kosten kümmern. Das ist nicht Aufgabe des Landkreises.“

Sepp Hofer, Fraktionssprecher der Freien Wähler, wollte wissen, ob der finanzielle Aufwand für die Teilnahme an Messen noch zeitgemäß sei. Die CAT-Geschäftsführerin entgegnete ihm, die Teilnahme an Tourismusbörsen sei auch eine „Imagefrage“. Man habe das Engagement auf diesem Sektor bereits zurückgefahren und registriere während der Messezeit die Zugriffe auf die Homepage des CAT sehr genau. Ihr Fazit: Die Teilnahme rentiert sich; auch deshalb, weil die Printprodukte, die auf solchen Messen als Infomaterial verteilt werden, trotz des Internet-Zeitalters wieder im Kommen seien.

Für Dieter Kannengießer, Fraktionssprecher der Parteiunabhängigen, steht die gute Arbeit des Verbandes jedenfalls außer Zweifel. „Respekt, wie er sich entwickelt hat. Hier wird sehr gut gewirtschaftet.“ Dieser Einschätzung zustimmend, spannte der stellvertretende Landrat zum Abschluss der Debatte den Bogen in die Zukunft. „Der CAT soll im bisherigen Sinne einfach so erfolgreich weiterarbeiten.“

Drei Säulen

Der Jahresetat von bisher 1,227 Millionen Euro speist sich aus drei Säulen. 750000 Euro zahlt bisher der Landkreis Rosenheim, 100000 Euro steuert die Stadt Rosenheim bei. Weitere 377000 Euro bringen alle Städte, Märkte und Gemeinden des Landkreises Rosenheim ein.

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